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Hohes Kita-Defizit: Ermäßigung abgelehnt

Mammendorf – In den Kitas der Gemeinde ändern sich die Gebühren, die Eltern für die Betreuung ihrer Sprösslinge zahlen müssen. Die Erhöhung beträgt rund neun Prozent.

Vom Gemeinderat wurde zudem beschlossen, dass die Krippengebühr für die altersübergreifende Gruppe im Kinderhaus Sonnenschein nicht gesenkt wird. Eltern hatten wie berichtet eine 20-prozentige Ermäßigung für das Kindergartenjahr 2016/17 beantragt.

Mit den „Kleinen Strolchen“, dem „Himmelszelt“, der „Villa Regenbogen“ und dem Kinderhaus „Sonnenschein“ betreibt die Gemeinde vier Kindertageseinrichtungen. Die Gebühren sind seit September 2010 unverändert – und es wird viel Minus gemacht. 2012 zum Beispiel betrug das Defizit rund 441 000 Euro, 2014 waren es schon 541 000 Euro. Im Haushalt für das laufende Jahr wird mit einem Minus von 760 300 Euro gerechnet.

Der Gemeinderat beschloss daher eine neue Gebührenreglung zum September 2016. Die Gebührensätze bleiben unverändert, aber künftig sind zwölf Monate zu zahlen, auch der August. Diese Maßnahme führt zu einer Erhöhung von 9,09 Prozent und bringt der Gemeinde jährlich rund 17 700 Euro mehr in die Kasse. Diese Angleichung auf zwölf Monate wird derzeit in allen acht Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf durchgeführt, so lässt es sich leichter abrechnen.

Ab drei Jahren wird die Betreuung günstiger

Künftig heißt es nicht mehr „Krippenkinder“, sondern „Kinder bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres“; außerdem statt „Kindergartenkinder“ künftig „Kinder ab Vollendung des dritten Lebensjahres“. Entsprechend dem tatsächlichen Alter werden dann auch die Gebühren berechnet.

Das führt dazu, dass Krippenkinder, sobald sie drei Jahre alt sind, mit dem niedrigeren Gebührensatz berechnet werden. Auch deshalb wurde dem Elternantrag nicht stattgegeben. Die Regelung hat zudem den Vorteil, dass die Kinder nicht unterjährig die Gruppe wechseln und in der Krippengruppe verbleiben können. Gleichzeitig führt diese Regelung zur Entlastung der Kindergartengruppe. 

Dieter Metzler

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