Brandbekämpfung

Hydranten brauchen mehr Wasserdruck

Eine ausreichende Vorsorge für Löschwasser ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Brandbekämpfung durch die Feuerwehr. 

Mammendorf – In der Regel stehen den Rettungskräften dazu Hydranten zur Verfügung. Zur Sicherstellung sind in allen Mammendorfer Gemeindebereichen diverse Verbesserungsmaßnahmen erforderlich. Das ergab eine in Auftrag gegebene hydraulische Berechnung des Wasserleitungsnetzes. Im Gemeinderat zeigte eine Vertreterin des beauftragten Ingenieurbüros die Stärken und Schwächen des 36,5 Kilometer langen mit 200 Hydranten versehenen Leitungsnetzes auf.

Insgesamt bezeichnete sie das Wasserleitungsnetz aber als gut. Der Ortsbereich erfülle mit 96 Kubikmeter pro Stunde die Anforderungen, in Randbereichen seien es allerdings nur 48 Kubikmeter pro Stunde. Insgesamt wurden zwei Schwachstellen ausgemacht, die durch eine Druckerhöhungsanlage und Leitungsverstärkungen aber behoben werden könnten. So würde sich mit so einer Anlage und einer Leitungsverstärkung die Situation in Nannhofen wesentlich verbessern. Ebenso wie der Bereich der Mittelschule mit lediglich einer Leitungsverstärkung.

Altbürgermeister Johann Thurner (BGM) sprach sich gegen eine Druckerhöhung für ganz Nannhofen aus. Teile der Gebiete würden sich am niedrigsten Punkt von Mammendorf befinden. Logisch wäre für ihn eine Druckerhöhung im Bereich der Schlossbergstraße. Je weniger Menge man über die Druckerhöhung lasse, desto weniger Betriebskosten würden anfallen, argumentierte Thurner. Im Übrigen fließe die Maisach dort den Berg runter, so dass der Druck normal ausreichend sein müsste.

Nach Ansicht Thurners sei Mammendorf gut versorgt. Der hohe Grundwasserspiegel sei in diesem Fall ein Vorteil. Zusätzlich gibt es im Bereich der Gemeinde mehrere Löschwasserbrunnen. Die habe man berücksichtigt, teilte die Ingenieurin mit, wie etwa im Gewerbegebiet. Dort seien zwar keine 96 Kubikmeter zu entnehmen, aber über den Brunnen sei die Wasserversorgung gesichert. So könnte sich auch das Problem an der Schule mit einem Löschwasserbrunnen lösen, meinte Thurner.

Den „eigentlich anzustrebenden Wert“ erfragte Martin Denz (FW). Der Kreisbrandrat verlangt 96 Kubikmeter pro Stunde, nach der Siedlungsstruktur der Gemeinde würden laut Vorschrift 48 Kubikmeter pro Stunde ausreichen. Wobei man bei Gebäuden mit erhöhtem Schutzbedarf wie die Schule nicht an den 96 Kubikmetern pro Stunde herumkomme.

Aufgrund der langanhaltenden Diskussion nahm der Gemeinderat zunächst nur Kenntnis. Man sei sich einig, dass etwas gemacht werden müsse, aber die aufgezeigten Maßnahmen sollen nochmals im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss beraten werden. Das Ingenieurbüro wird beauftragt, Alternativen aufzuzeigen. Zur Ertüchtigung der Wasserversorgungsanlage würden auf die Gemeinde Kosten von insgesamt 550 000 Euro zukommen. Dieter Metzler

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Spitzenspiel vor Rekordkulisse im Hölzl-Stadion
Dritte Liga gegen Kreisklasse: Rund 700 Zuschauer wollten sich das Totopokal-Spiel Emmering gegen Unterhaching nicht entgehen lassen.
Spitzenspiel vor Rekordkulisse im Hölzl-Stadion
Auto kippt nach Crash um
Schon wieder hat es an der Kreuzung Feuerhausstraße/Stadelbergerstraße gekracht.
Auto kippt nach Crash um
Urteil: Disco-Raser von Fürstenfeldbruck wieder auf freiem Fuß
Ein israelischer Student stand vor Gericht, weil er nach einer Schlägerei vor dem Buck Rogers in Fürstenfeldbruck zwei Männer mit seinem Mercedes erfasst haben und …
Urteil: Disco-Raser von Fürstenfeldbruck wieder auf freiem Fuß
Rita Falk über neuen Eberhofer-Film: So sehr leben die Darsteller ihre Rollen
Fast jedes Jahr einen Eberhofer im Kino: Seit 2013 gehört der Dorfpolizist zum Pflichtprogramm für viele Kinobesucher. Die konnten in Germering die Autorin Rita Falk …
Rita Falk über neuen Eberhofer-Film: So sehr leben die Darsteller ihre Rollen

Kommentare