Unterricht am Computer soll funktionieren: Thomas Geiger mit Sohn Alex.
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Unterricht am Computer soll funktionieren: Thomas Geiger mit Sohn Alex.

Corona-Pandemie

IT-Experte ist zufrieden mit Start in den digitalen Unterricht

  • vonStephanie Hartl
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Die erste Woche Distanzunterricht für die Schüler ist fast vorbei. Das erste Fazit von Thomas Geiger aus Oberschweinbach, der seit Beginn der Pandemie bei der Initiative „TeamsMachtSchule“ dabei ist, fällt positiv aus.

Westlicher Landkreis – Die Vorarbeit der vergangenen Monate habe sich ausgezahlt im Landkreis, sagt der IT-Experte und Vater dreier Kinder: „Es ist ganz viel passiert, vor allem im westlichen Landkreis.“ Lehrer und Schulleiter seien sehr engagiert. Vor allem im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf konnte angeschoben werden, wie der 42-Jährige berichtet: An den Grund- und Mittelschulen sei viel geschafft worden. So wurde das WLAN optimiert, zudem wurden für Lehrer mobile Endgeräte und Leihgeräte für Kinder besorgt.

Schon im Juli hatte Geiger an drei Schulen im Landkreis mitgeholfen, die vom Kultusministerium kostenlos bereitgestellte Software „Teams“ zu installieren und die Lehrkräfte zu schulen. Mittlerweile hat er das an zehn Schulen im Kreis Bruck sowie an einigen in anderen Landkreisen gemacht. Die ersten beiden Tage nach den Weihnachtsferien hatte sich der IT-Unternehmer freigehalten, um für Fragen zur Verfügung zu stehen: „Ich war fast nur am Telefon.“ Meistens ging es aber um Kleinigkeiten, die schnell zu klären waren. „Für mich ist das nicht viel Aufwand, und nach einer halben Stunde Telefonat kann eine Klasse wieder arbeiten.“ Mit der Software „Teams“, die als Cloud-Lösung nicht auf Server angewiesen ist, die schnell überlastet sind, habe es keine Probleme gegeben.

Dass es aber nicht überall rund laufe mit dem virtuellen Unterricht, kam für ihn nicht überraschend: „Bayernweit ist es eher ein Drama. Es war zu erwarten, dass nach den Ferien nicht alles klappt. Die Zeichen der Zeit wurden einfach nicht erkannt.“ Im ersten Lockdown hätten viele Schulleiter noch auf Hilfe durch das Kultusministerium gewartet. „Irgendwann haben die sich aber gedacht: Jetzt helfen wir uns selbst“, so Geiger. So sei von unten Schwung reingekommen, als Hilfe von oben ausblieb.

Mit den Erfolgen in der Region ist er zufrieden. Zwar sei noch nicht alles perfekt, aber man werde das schaffen. Thomas Geiger: „Es ist eben ein weiter Weg.“

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