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Eine Umstrukturierung im Kindergarten bringt Mammendorfer Eltern auf die Barrikaden. Auch, weil die Gebühren erhöht werden sollen.

Höhere Gebühren

Kinderhaus wird teurer und enger

Mammendorf - Eine Umstrukturierung im Kindergarten bringt Mammendorfer Eltern auf die Barrikaden. Auch, weil die Gebühren erhöht werden sollen.

Wegen eines räumlichen Engpasses soll ab Herbst für ein Kindergartenjahr aus der „Sternchen“-Krippe im Kinderhaus „Sonnenschein“ eine altersübergreifende Gruppe werden. Als die Eltern davon erfuhren, machte sich Unmut breit. Vor allem darüber, dass sich die Gebühren in der Gruppe erheblich voneinander unterscheiden. Sie fordern von der Gemeinde eine Senkung um 20 Prozent, nachdem laut Bürgermeister Josef Heckl (BGM) die Gebührensätze unverändert bleiben sollen.

Im Beisein etlicher Eltern machte Sandra Kutzelmann, selbst Mutter eines eineinhalbjährigen Buben und Mitglied im Elternbeirat des Kindeshauses, die Gemeinderäte bei deren Sitzung auf den Umstand aufmerksam. Sie forderte im Namen der betroffenen Eltern eine deutliche Reduzierung der Gebühren. So betragen die Kosten beispielsweise für eine Buchungszeit von 6,5 Stunden für den Kindergarten 90 und für die Krippe 252 Euro.

Kinder, die im Herbst drei Jahre alt werden, sollen in der bisherigen Krippe verbleiben. Zugleich wird die Gruppe von bisher maximal zwölf auf 15 Plätze vergrößert. Wie Kutzelmann erläuterte, würden insgesamt neun zusätzliche Plätze in dieser Gruppe eingerichtet. Nur sechs Mädchen und Buben sind reine Krippenkinder, alle anderen in Kindergarten-Jahrgängen, so dass die Altersdifferenz größer wird. Das pädagogische Konzept werde bis September neu erstellt. Das Gesamtkonzept soll aber zunächst wegen der einjährigen Sonderlösung nicht verändert werden. Wie es danach weitergeht, sei aber offen.

Bisher gibt es für die Krippenkinder einen Gruppen-, einen Schlaf- und einen Wickelraum. Für eine altersübergreifende Gruppe halten die Eltern ein zweites Zimmer für zwingend notwendig, da ansonsten keine altersspezifische Trennung möglich ist. Bauliche Veränderungen können aber nicht vorgenommen werden und sind auch nicht geplant, so Kutzelmann.

Nach dem angedachten Personalschlüssel sollen zwei Betreuer sich um die großen Kinder und zwei um die kleinen Kinder kümmern. Das sei aber in der Praxis nicht möglich, trug das Elternbeiratsmitglied vor. Erstens existiere nur ein Gruppenraum. Und zweitens fallen für das Personal eine ganz Reihe zusätzlicher Aufgaben an. Das Fazit von Sandra Kutzelmann: Der geplante Personalschlüssel könne von zwei Betreuern pro Kleingruppe selten gewährleistet werden.

Die Eltern wollen jetzt dem Rat von Vizebürgermeister Peter Muck (CSU) folgen und zur nächsten Gemeinderatssitzung am 10. Mai einen detaillierten Antrag stellen. Kutzelmann: „Wir Eltern stehen zu 100 Prozent hinter den Erzieherinnen, die ebenso vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. Wir unterstützen sie voll und ganz und werden auch den Schritt zu der altersübergreifenden Gruppe mitgehen. Uns geht es ausschließlich um die Gebühren.“ (dm)

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