Mammendorf

Kornkreis: Bauer spendet Einnahmen

Mammendorf - Zahlreiche Schaulustige lockte der Mammendorfer Kornkreis im Sommer an. Josef Huber, auf dessen Feld das Kunstwerk entdeckt wurde, dankte nun seinen Helfern. 2000 Euro spendete der Landwirt insgesamt.

Große Aufregung herrschte Ende Juli in Mammendorf. Über Nacht war ein Kornkreis aufgetaucht. Für Nebenerwerbslandwirt Josef Huber, dem das Grundstück gehört, bedeutete das erheblichen Ernteausfall. Hinzu kamen die Esoteriker und Neugierigen, die zu tausenden zu seinem Weizenfeld pilgerten.

„Anfangs hatte ich ein wenig Angst, dass das aus dem Ruder läuft“, so Huber. Doch zum Glück konnte er viele Helfer mobilisieren, die ihn unterstützten. Der Burschenverein war damals etwa mit seinem Bauwagen vor Ort. Gemeinsam mit allen Helfern feierte Familie Huber nun eine Party – um Dankeschön zu sagen, aber Huber löste auch ein Versprechen ein. Er hatte zugesagt, die Helfer am Gewinn zu beteiligen.

Um den Ernteausfall des Landwirts gering zu halten. hatten die Besucher in einer am Feldrand aufgestellten Kasse gespendet. Aber es kam weit mehr Geld zusammen als nötig und so verteilte Huber die überschüssigen Spenden an seine Unterstützer.

Insgesamt 2000 Euro übergab der Landwirt an die Feuerwehr, die Wasserwacht, den Burschenverein und den Bauhof. Bei einem zünftigen Abendessen mit Rollbraten und Getränken händigte Huber ihnen vier Kuverts mit jeweils 500 Euro aus. Die Burschen freuten sich über die Spende. „Das sparen wir für ein zentrales Lager, denn bisher lagern wir unsere Materialien in verschiedenen Hallen“, so Josef Mayer vom Burschenverein.

„Über den Kornkreis mag ich heut eigentlich gar nix mehr sagen“, erklärte Huber. „Nur so viel: jetzt is’ goar und heut’ möcht’ ich mich einfach bei allen bedanken, die uns geholfen haben.“ Auch Bürgermeister Josef Heckl schaute vorbei. „Es gab ja damals einiges zu regeln aber man hat gesehen, dass der harte Kern im Dorf zusammenhält“, sagte er auf Tagblatt-Nachfrage. Er sei damals selbst mehrmals vor Ort gewesen. „Unterm Strich war es ein schönes Ereignis, das ohne Probleme über die Bühne ging.“

Doch manche würden das längst abgemähte Kornkreisfeld nach wie vor besuchen, berichtet Huber. Erst kürzlich habe ihn ein Deutschstämmiger aus Peru angerufen und gefragt, ob er sich das Feld anschauen dürfe. „Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt“, so der Landwirt. „Und bin schon gespannt auf’s nächste Jahr und ob wir im Landkreis Bruck wieder einen Kornkreis haben werden.“ (akk)

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