4,7 Millionen Euro 

Kostenexplosion bei der neuen Sporthalle

Mammendorf – Die neue Sporthalle an der Schulstraße in Mammendorf wird viel teurer. Die Kosten steigen von geschätzten drei Millionen Euro auf tatsächliche 4,7 Millionen Euro.

Dem Gemeinderat lag die detaillierte Kostenrechnung des Architektenbüros Gerum und Haake aus Germering vor – und damit die Steigerung um 33 Prozent auf rund 4,1 Millionen Euro. Teurer geworden ist das Projekt vor allem wegen der Technik und Außenanlagen. Und dann kommt noch die neue Parkplatzanlage für rund 550 000 Euro dazu. Macht summa summarum sogar 4,7 Millionen Euro.

Das Kostenergebnis sei auch für ihn erschütternd gewesen, sagte Architekt Wolfgang Gerum im Gemeinderat. Letztlich müsse er sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er irgendwann einmal die drei Millionen in den Mund genommen habe. Aber bei der Ermittlung dieser Summe habe doch einiges gefehlt. Und er könne nicht für Außenanlagen und Technische Anlagen gerade stehen, das sei nicht sein Part.

Deswegen stimme die Baukostenerhöhung von 33 Prozent so nicht, verteidigte sich Gerum. Zwar habe sich der Geräteraum vergrößert, eine dritte Umkleide sei dazugekommen und auch der Gymnastikraum wurde größer – aber vor allem die Steigerung bei den Außenanlagen von ursprünglich 46 000 Euro auf 470 000 Euro konnte keiner vorhersehen. Der hohe Anteil an Außenflächen und an versiegelten Bereichen habe die Kosten in die Höhe getrieben.

Dazu habe ein Bodengutachten belastetes Material ergeben, so dass 60 Zentimeter abgetragen werden müssen. Dafür wurden 100 000 Euro veranschlagt. Des weiteren sei das Andocken der Technik und Elektrik an die bestehende Sporthalle unmöglich.

Mammendorfer Bürgermeister will solide bauen

„Die Mehrkosten hören sich heftig an“, meinte Bürgermeister Josef Heckl (BGM). Aber man rede lieber schon jetzt darüber. Er tendiere zu einer soliden Bauweise. Damit fahre man sowohl beim Unterhalt der Gebäude besser als auch bei späteren Generalsanierungen.

Wenn man die Halle separat auf die Wiese gestellt hätte, wäre es günstiger geworden, meinte Werner Zauser (FW). Doch er sei auch der Meinung, dass es sinnvoller sei, die neue Halle an die bestehende anzudocken. Stefan Bauer (FW) stimmte zu: „Wir wollen den Schulsport und den Vereinssport fördern.“

Entweder stelle man die Halle jetzt so hin oder gar nicht, meinte Anton Fasching (BGM). Er sehe keine Möglichkeit, deutlich billiger zu bauen.

Vom damaligen Stand seien die drei Millionen richtig gewesen, die anderen Kosten seien erst später dazugekommen, sprang Siegfried Schnell (CSU) dem Architekten bei. Jeder habe sich Gedanken gemacht, jetzt alles über den Haufen zu werfen, lehne er ab. „Lieber schieben wir die Baumaßnahme.“

Heckl vertrat die Meinung, dass man die Halle jetzt finanzieren könne. Er schlug vor, den Kosten grundsätzlich zuzustimmen, jedoch prüfen zu lassen, wo Einsparpotenzial bestehe. Diesem Vorschlag stimmte der Gemeinderat einhellig zu.

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