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Landrat mit überwältigender Mehrheit erneut als Kandidat der CSU nominiert

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Kreistagsmitglied Hubert Ficker, Thomas Karmasin und LandtagsabgeordneterAlex Dorow (v.l.)

Ob es nun eine Gegenstimme oder eine Enthaltung war, die an den hundert Prozent fehlte, ging im Jubel und rhythmischen Klatschen unter: Mit 130 von 131 abgegebenen Stimmen nominierten die Delegierten der Kreis-CSU Landrat Thomas Karmasin für eine fünfte Amtszeit.

Mammendorf –  Karmasin sprach von einem „Traumergebnis – unvorstellbar“.

Im Mammendorfer Bürgerhaus, wo zu Beginn und während der Auszählpause die „Ammer Brass Company“ für Stimmung sorgte, hatte die neue Kreisvorsitzende Katrin Staffler ihren Vorgänger begrüßt, als hätte der überraschend Zeit für den Termin gefunden: „Schön, dass Du da bist.“ 

Landrat muss nahbar sein

Offiziell zur Nominierung vorgeschlagen wurde der Kandidat von ihrem Mann, Kreistags-Fraktionschef Emanuel Staffler. Ein Landrat müsse nahbar sein und den Menschen zuhören können, sollte in der Lage sein, unpopuläre Entscheidungen zu treffen und dürfe gelegentlich auch eine „Vision“ haben, denn seine Fraktion hole ihn schon wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. All das garantiere der bisherige Inhaber eines Amtes, „das für uns von essentieller Bedeutung ist“.

Job als Landrat macht Freude

Karmasin selber beteuerte, dass ihm der Job soviel Freude wie am ersten Tag mache, wenngleich er einige Hoffnungen wie die, den „Dschungel der Bürokratie“ lichten zu können, aufgegeben habe. Aber der Landkreis sei heute gut aufgestellt, sowohl als Bildungsstandort wie mit seinem ÖPNV-Angebot. Der 56-Jährige aus Eichenau lobte auch die Mitarbeiter seines Hauses, die eine „nicht leichte Balance zwischen Menschlichkeit und Struktur“ bei der Aufnahme von Migranten gefunden hätten. „Andere“, so einer der wenigen Seitenhiebe auf die politische Konkurrenz, „hatten vielleicht die smarteren Sprüche zur Flüchtlingskrise. Wir haben sie bewältigt.“

Die Wahl im März wird schwierig

„Wir können Kommunalpolitik“, sagte Karmasin, warnte aber davor, den Urnengang im kommenden März für einen Selbstläufer zu halten. „Diese Wahl wird extrem schwierig,“ prophezeite er. Denn „Populisten mit einfachen Lösungen“ gebe es links wie rechts, Bilder und das Spiel mit den Emotionen hätten Konjunktur. Dennoch wolle er die politische Auseinandersetzung gerne anführen. „Vielleicht nicht immer vollendet diplomatisch vorsichtig, aber unverbogen und mit Herzblut.“ (op)

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