So könnte die neue Alte Schule Mammendorf aussehen: Der Entwurf des Büros Gerum und Haake sieht einen Glasanbau mit Lift vor.
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So könnte die neue Alte Schule aussehen: Der Entwurf des Büros Gerum und Haake sieht einen Glasanbau mit Lift vor.

Erste Entwürfe

Die Alte Schule Mammendorf wird ein neues Zuhause für Vereine

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Ein Haus für Vereine und die Jugend soll die Alte Schule in Mammendorf werden. Dafür saniert die Gemeinde das Gebäude aus den 1950er-Jahren. Das kostet eine Menge Geld. Doch es gibt finanzielle Hilfe vom Freistaat.

Mammendorf – Die alte Mädchenschule hinter dem Mammendorfer Rathaus soll ein neuer Treffpunkt für die Jugend und die Vereine werden. Das beschloss jetzt der Gemeinderat einstimmig. Unter dem wohlklingenden Namen „Haus der Begegnung für Mammendorf“ soll das Projekt umgesetzt werden.

Die alte Schule wird saniert und bekommt einen Glasanbau mit Lift, um das Gebäude barrierefrei zu machen. Baustart soll im April nächsten Jahres sein.

Besonders an die Jugend wurde bei der Planung für die Umgestaltung des alten Schulgebäudes an der Klosterstraße gedacht. „Sie bekommt im Untergeschoss einen großen Gruppenraum mit angeschlossener Teeküche und Medienzimmer“, erklärte Dieter Haake vom Germeringer Architekturbüro Gerum und Haake, der die Pläne dem Gemeinderat vorstellte. Betreut werden die Räumlichkeiten vom Förderverein Jugendcafé.

Grundschulklassen sollen umgesiedelt werden

Im Erdgeschoss sind derzeit noch zwei Grundschulklassen untergebracht. Die sollen umgesiedelt werden – wie berichtet ist an der Haldenbergschule, die schon lange zu klein ist, ein Neubau geplant. In den ehemaligen Unterrichtsräumen finden dann die zwei jüngsten Vereine der Gemeinde – der Bläserkreis Da Capo und der Trachtenverein D’Moasawinkler – ein neues Zuhause. Die Bibliothek im ersten Obergeschoss bleibt erhalten, und auch die Musikschule noch ein Stockwerk höher behält ihre Räumlichkeiten. Nur während der Zeit des Umbaus – immerhin ein Jahr – ist das Haus komplett gesperrt.

„Die Außenfassade wird neu gedämmt bis runter zum Keller, damit das Gebäude energetisch auf dem neusten Stand ist“, erläuterte Haake. Für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach oder dem Anbau, wie es die Grünen-Ratsmitglieder Max Altmann und Verena Halbritter sowie Anton Fasching von der Bürgergemeinschaft Mammendorf (BGM) gerne gesehen hätten, sei jedoch kein Platz. „Der Wirkungsgrad wäre auch einfach zu schlecht“, begründete es Haake.

Halbritter wollte noch von dem Architekten wissen, ob bei der Dämmung ökologische Baustoffe eingesetzt werden. Für das Dach sei Holzfaserdämmung vorgesehen, antwortete Haake. Bei der Fassade müsse man aber, um die Energieeinsparverordnung einzuhalten auf Styropor zurückgreifen.

Das alte Treppenhaus muss komplett saniert werden

„Wo wird der neue Hauptzugang zum Haus sein?“, fragte Elmar Wagner (BGM) den Architekten. Haakes Antwort: „Der neue Anbau ist als Zugang am besten geeignet, weil dort auch zukünftig die Parkplätze zu finden sein werden.“ Das alte Treppenhaus samt Zugang müsse ohnehin komplett ertüchtigt werden, da es nicht mehr den geltenden Brandschutzvorschriften entspreche.

Insgesamt werden die Umbauarbeiten voraussichtlich 2,62 Millionen Euro kosten. Die ursprünglichen Planungen sahen Kosten von 2,4 Millionen Euro vor. Doch Änderungen, unter anderem bei der Sanitärinstallation und der Lüftungsinstallation, ließen den Preis ansteigen.

Da kam die Nachricht von der Regierung von Oberbayern, dass das Projekt in das Sonderförderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ aufgenommen wurde, gerade recht. 90 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt der Freistaat. Das sind etwa 1,8 Millionen Euro. „Das tut uns gut“, kommentierte diese Zusage Rathauschef Josef Heckl (BGM).

Weitere Nachrichten aus der Gemeinde Mammendorf finden Sie hier.

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