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Kommt ein Gehweg oder kommt er nicht. Der Bauausschuss muss sich jetzt damit befassen. (Symbolbild)

Aus dem Gemeinderat

CSU probiert’s noch mal mit Gehweg in Mammendorfer Baugebiet

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Er wurde schon einmal abgelehnt - der Gehweg an der Erschließungsstraße im Baugebiet Mammendorf Süd. Jetzt versucht es die CSU-Fraktion erneut. 

Mammendorf– Entlang der Erschließungsstraße im Baugebiet Mammendorf Süd soll ein Gehweg entstehen. Das hatte die CSU-Fraktion im Juli versucht, mit einem Antrag durchzusetzen. Doch er hatte keine Mehrheit gefunden. Der Gemeinderat hatte vielmehr beschlossen, die südliche Erschließungsstraße mit einer Breite von 6,50 Meter und einer Sickermulde am südlichen Straßenrand auszuführen.

Nun versucht es die CSU wieder mit dem Antrag. Muck begründete den neuerlichen Vorstoß damit, dass die Straße wegen dem geplanten Kinderhaus und der Seniorenwohneinrichtung in Zukunft vermehrt von Fußgängern und Radfahrern genutzt werde. Somit entstehe ein besonderer Schutzbereich, den man nicht außer Acht lassen dürfe.

Streit um geänderte Tatsachen

Altbürgermeister Johann Thurner (BGM) dagegen pochte auf die Einhaltung der Geschäftsordnung: Eine bereits zur Abstimmung gebrachte Angelegenheit könne nach dieser nur dann erneut behandelt werden, wenn sich neue Fakten ergeben. Das sei nicht der Fall. „Für mich sind das neue Tatsachen und deshalb sollten wir erneut beraten“, hielt Muck dagegen. Die im Antrag vorgebrachten Gründe seien zwar nicht falsch, sagte Bürgermeister Josef Heckl (BGM). Sie enthalten aber auch seiner Meinung nach keine neuen Fakten. Das Gremium könne aber abstimmen, ob man nochmals über den Antrag diskutieren soll. Mit 8:7 entschied sich der Rat dafür.

Thomas Holzmüller (FW) erinnerte daran, dass es zunächst nur festgelegte Korridore für die Straßenführung gab. Er habe damals schon Bedenken vorgebracht und deshalb für einen verkehrsberuhigten Bereich plädiert. Werner Zauser (FW) meinte, eine 6,50 Meter breite Straße brauche man nicht. Sechs Meter würden reichen, sagte er und verwies dabei auf den Sonnenweg. Dritter Bürgermeister Manfred Heimerl (FW) meinte, da wo Platz ist, sollte man auch einen Gehweg bauen.

Der Bauausschuss muss darüber beraten

Altbürgermeister Johann Thurner verwies dagegen auf die landwirtschaftlichen Fahrzeuge, die Platz benötigen. Beim Bau eines Gehwegs würden vom Friedhofsgrund 1,50 Meter wegfallen, gab er zu bedenken.

Schließlich schloss sich das Gremium mit 8:7-Stimmen dem Vorschlag von Stefan Bauer (FW) an, dass sich der Bauausschuss nochmals der Sache annimmt. „Vielleicht bekommen wir dann auch vernünftige Mehrheiten zustande.“

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