Die Freien Wähler haben den Mammendorfern Pläne gezeigt, welche Möglichkeiten es gibt, die Schule baulich zu vergrößern.

Aus dem Rathaus

Erste Ideen zur Erweiterung der Schule

  • vonDieter Metzler
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Die Mammendorfer Grund- und Mittelschule muss erweitert werden. Die Kosten werden auf bis zu 20 Millionen Euro geschätzt. Nun muss aber erst einmal ein Konzept her.

Mammendorf – Die Grund- und Mittelschule ist zu klein geworden. Das ist auch im laufenden Schuljahr deutlich zu merken, obwohl derzeit nur 430 Schüler unterzubringen sind. Das ist laut Bürgermeister Josef Heckl (BGM) kein Höchststand: „Wir hatten Zeiten mit über 500 Schülern.“ Derzeit gibt es 22 Klassen – „wir hatten schon 24“, berichtet der Rathauschef.

Bald gibt es wohl drei Eingangsklassen

Dass die Räumlichkeiten beengt sind, ist seit einigen Jahren allgemein bekannt. „Wir arbeiten schon länger an einem Raumkonzept“, sagt Heckl. Insbesondere im Grundschulbereich habe man festgestellt, dass die offene Ganztagsschule immer stärker genutzt werde. Und dafür brauche man Platz. Dass eine Erweiterung notwendig sei, stehe außer Frage. Auch für den Bereich der Mittelschule sei das wichtig, betont Heckl: „Wir sind froh, dass wir den M-Zweig haben, und in Mammendorf die Mittlere Reife abgelegt werden kann.“

Im Rahmen einer Wahl-Veranstaltung hatte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Stefan Bauer, Ende Februar die betroffenen Eltern über den Platzmangel informiert und Lösungswege aufgezeigt. Dabei nannte Bauer Gründe für die Misere. Immer mehr Kinder drängen aus den Kindergärten nach, sodass statt zwei bald drei Eingangsklassen notwendig werden. Doch schon seit Jahren werden Werk- und Fachräume sowie weitere provisorische Klassenräume in Nebenbereichen der Turnhallen als Klassenzimmer genutzt. Unter der Lehrerschaft wird umgangssprachlich von fünf „Minusklassenzimmern“ gesprochen, in denen der Unterricht nur eingeschränkt möglich sei.

30 Klassenräume sind erforderlich

Verschärft wird die Lage noch dadurch, dass die „Alte Schule“ an der Klosterstraße im nächsten Jahr grundsaniert und einer neuen Verwendung zugeführt wird. Im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Integration im Quartier“ soll aus dem in den 1950er-Jahren entstandenen Gebäude ein „Haus der Begegnung“ werden. Dann müssten die zwei Klassen, die derzeit in der Alten Schule untergebracht sind, ins Schulgebäude an der Schulstraße umziehen.

Das Kultusministerium hält mittelfristig 30 Klassenräume für erforderlich, teilte Bauer den Eltern und der anwesenden Schulleiterin Claudia Bülau mit. „Das wären etwa zehn mehr als bisher, wenn die Fachräume wieder ihrem tatsächlichem Zweck zugeführt werden“, so Bauer.

Für den Übergang wird eine Containerlösung angestrebt

Im Gemeinderat wurden erste Pläne für eine Erweiterung der Schule diskutiert. Dabei spreche viel für eine Überbauung der bisherigen Pausenhalle, in die auch der Neubau einer Turnhalle integriert werden soll. Bauer rechnet mit Kosten in Höhe von 20 Millionen Euro. Auch nach Abzug staatlicher Zuschüsse würde noch ein hoher einstelliger Millionenbetrag von der Gemeinde zu tragen sein. Die Bauarbeiten könnten 2022/23 beginnen, so Bauer. Für die Übergangszeit könnte eine Containerlösung sinnvoll sein, meinte der FW-Chef.

Wenn mit allen Betroffenen ein Konzept erarbeitet worden sei, werde man ein Vergabeverfahren (VgV) durchführen, teilte Bürgermeister Heckl mit. Er hält Bauers Kostenschätzung von 20 Millionen Euro für etwas zu hoch.

Die Corona-Krise hat auch nicht vor dem Mammendorfer Volksfest Halt gemacht. Es wurde jetzt abgesagt.

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