Autofahrer versucht, Polizisten in Washington zu überfahren

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Da würde manche Lady vor Neid erblassen: Die Traumtänzer aus Lengmoos mit ihrer Bauchtanzeinlage.

Im Bürgerhaus

Die Herren Haremsdamen bitten zum Tanz

Die Chippendales braucht es gar nicht, um sich zu amüsieren. Feuerwehrleute und Haremsdamen reichten beim Männerballett-Treffen der Olchinger Tanzfreunde völlig aus.

Mammendorf– So ganz lupenrein passte das aber mit dem Männerballett nicht, hatte sich doch in einer der Gruppen die Trainerin unter die Aktiven geschlichen. „Es sind zwei Männer ausgefallen. Wegen der Optik bin ich dann mit auf die Bühne“, begründete Alexandra Grebien von den „Wild Boys“ aus München-Langwied ihren Auftritt im Mammendorfer Bürgerhaus. Als Sextett mache so ein Auftritt doch mehr her als nur zu Viert oder zu Fünft. In die neue Rolle musste sie sich erst einfinden. „Aber meine Männer haben mir super geholfen“, freute sich die Trainerin.

In fremde Gefilde wagten sich auch die Brucker Gaudibuam von der Heimatgilde. Ihren Auftritt, der unter dem Motto „Alpenwahnsinn“ stand, beendeten sie mit einer Gesangseinlage. Nach der Melodie des Stimmungsklassikers „Fürstenfeld“ reimten die zwölf Herren zwischen 22 und 59 Jahren: „Und die Klosterkirch schaut obe auf die armen Guadibuam.“ Die hatten zuvor 15 Minuten abgerockt. „Vom Feinsten“, wie Peter Seuffert angekündigt hatte, neben Reinhold Miefanger vom Olchinger Männerballett und Ludwig Gruber von der Faschingsgilde Olching (FGO) einer der Moderatoren des Männerballetttreffens.

Bauchtanzeinlagen als Höhepunkt auf dem Mammendorfer Parkett

Den optischen Höhepunkt des Abends setzten allerdings die „Traumtänzer“ aus Lengmoos, die mit rund 100 Kilometern die weiteste Anfahrt nach Mammendorf hatten. Perfekt gestylt als Haremsdamen, legten die Truppe aus Gars am Inn Bauchtanzeinlagen aufs Mammendorfer Parkett, die selbst ein gestandenes Männerballettmitglied wie Miefanger zum Staunen brachte. „Die haben das echt drauf. Da würde manche Lady vor Neid erblassen.“

Männerballett-Treffen in Mammendorf: Die besten Fotos

Der Spaß nicht nur an diesem Auftritt war Miefanger anzusehen. „Die Gaudi und die Freude, die wir den Zuschauern machen, ist auch der Hauptgrund, warum wir das machen.“ So mancher der Herren aus den Männerballetts habe sicher das Alter und das Können, in einer richtigen Showtanzgruppe wie etwa der FGO aufzutreten. Dass sich diese Gruppen bisweilen schwer tun, Männer zu gewinnen, sei ihm auch klar. „Aber da hast Du andere Ansprüche, musst noch intensiver trainieren als bei uns.“ Da könne dann der reine Gaudifaktor schon nach unten gehen. Das wolle zumindest beim OTF-Männerballett niemand.

Beim Männerballett kann man auch noch mit Ü40 tanzen

Dort würden aber immerhin viele Olchinger Faschingskarrieren enden. Oft führe der Weg von den OTF-Jugendgruppen über die Faschingsgilde zum Männerballett. „Hier kannst Du auch noch auftreten, wenn Du Ü40 bist“, so Miefanger. Erfolgserlebnis garantiert. „Wenn dir zu 90 Prozent Frauen zujubeln, das hat schon was“, schmunzelt er.

Kräftigen Applaus bekamen auf dem Treffen der tanzbegeisterten Herren, das die OTF zum zwölften Mal organisiert hatte, unter anderem noch die Narhalla Oberschleißheim und das Männerballett aus München-Laim, dessen Tänzer in die Kostüme von Feuerwehrmännern geschlüpft waren. Deren Präsidentin Christine Rygol nannte noch einen Grund für die Beliebtheit solcher Treffen: „Der Stress mit dem Fasching ist vorbei. Man freut sich, dass man sich noch mal trifft.“ Es sei ein wenig lockerer als in der Faschingssaison. „Da kommen wir gern nächstes Jahr wieder“, so Rygol.

von Hans Kürzl

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