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Mitglieder des FC Bayern-Club aus Hattenhofen auf ihrem aufwendig gestalteten Wagen.

Fasching 

Rekord: So groß war der Umzug in Mammendorf noch nie

Der Fasching hatte Mammendorf am Dienstagnachmittag trotz schlechten Wetters fest im Griff. 5000 Besucher verfolgten den Gaudiwurm und standen dichtgedrängt an der Augsburger Straße. 24 Wägen und einige Fußgruppen sorgten für einen Rekord-Umzug.

Mammendorf – Mit 24 Wägen und sieben Fußgruppen ist der Mammendorfer Faschingszug heuer so groß gewesen wie nie. Auffällig der Burschenverein Landsberied. Die Burschen knöpften sich US-Präsident Donald Trump vor. „Mit dem Spruch: Ist die Mauer da, gibt’s kein Koks für USA“, so der Spruch, der auf auf ihrem Faschingswagen stand.

Eine Giraffe: Eines von vielen Tier-Kostümen beim Mammendorfer Umzug.

Ansonsten blieb die große Weltpolitik außen vor, ebenso wie die Lokalpolitik, zumindest fast. „A Umgehungsstraß‘ muaß her, die baun dann mia am liabstn beim andern vor da Diar“, so der Faschingsspruch der Fußgruppe des Schützenverein. Dass sich die Mammendorfer Wägen nicht auf die Politik der Gemeinde stürzten, erklärte Gemeinderat Anton Fasching so: „Da sie auch bei anderen Umzügen mitgefahren sind, hätte die Lokalpolitik nicht gepasst. Deshalb haben sie sich anderen Themen ausgewählt.“ Robert Bals vom Burschenverein Adelshofen sagte: „Wir wollen unsere Gemeinderäte nicht verärgern, deshalb haben wir die beliebten Kreuzfahrten zum Thema gemacht.“ Nachdem die Adelshofener mit ihrem Wagen bereits am Samstag und Sonntag bei den Umzügen in Schmiechen und Untermühlhausen mitgefahren sind, meinte Bals mit einem Blick auf den regenverhangenen Himmel: „Da waren wir in der Karibik, heute sind wir auf Polarkreuzfahrt.“

Der Katholische Burschenverein ließ die Hippie-Zeit aufleben und erinnerte dabei an den Kornkreis. „Die, die damals kamen, waren doch alle mehr oder weniger Hippies“, sagte Vorstand Josef Mayer. Den Klimawandel nahmen sich der Burschenverein Hattenhofen und der Emmeringer Burschenverein zum Thema („Es war einmal ein Eisbär, der gar hatte kein Eis mehr“). Und der Flughafen Berlin fehlte auch nicht. „Wenn wir mit 70 in Rente gehen, dann wird der Flughafen auch mal stehen“, so der Spruch der Landjugend aus Steinbach. Einen weiteren Hingucker lieferte der FC Bayern-Club aus Hattenhofen. Die Mitglieder hatten einen prächtigen Wagen gebaut, der wie ein Trojanischen Pferd aussah. Acht Wochen hatten sie daran gewerkelt. „15 Leute haben mitgeholfen“, sagte Christian Ettenberger.

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Angesichts der Besucherzahlen sagte Kulturreferent Toni Fasching: „Es waren nicht viel weniger gekommen als in den vergangenen Jahren.“ Er freute sich vor allem über den unfallfreien Ablauf des Umzugs. Erstmals hatte Mitarbeiter eines Securitydienstes den Umzug in Mammendorf begleitet. „Die haben auch darauf geachtet, dass keine branntweinhaltigen Getränke auf den Wägen getrunken wurden, und dass die Lautsprecheranlagen nicht so laut dröhnen“, sagte Fasching.

Im Anschluss an den Umzug traf man sich auch diesmal wieder auf dem Parkplatz vor dem Bürgerhaus zur Aftershowparty. Zum magischen Anziehungspunkt avancierte dabei die mit einem Durchmesser von neun Metern große Schirmbar des Katholischen Burschenvereins.

Von Dieter Metzler

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