Zwischenstopp in Straßburg: Die Gruppe schaute sich das Europäische Parlament an.

Empfang vor dem Bürgerhaus

Freundschafts-Radler kommen heim

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Das muss wahre Freundschaft sein: 1500 Kilometer durch Europa radelten zehn Mammendorfer und drei Franzosen aus der Partnerstadt Brem-sur-mer. Die Tour endete nach 14 Tagen am Bürgerhaus, wo die Radler willkommen geheißen wurden.

Mammendorf„Es ist ein schöner weiterer Schritt in unserer Freundschaft“, sagte Bürgermeister Josef Heckl, der den Radlern höchsten Respekt zollte. Besonders schön fand er es, dass sich in der Gruppe auch drei Bürger aus Brem-sur-mer fanden.

Die Tour vom Atlantik nach Mammendorf war quasi eine Antwort auf ein ähnliches Unternehmen vor zehn Jahren. Damals fuhren etwa 15 Mammendorfer die entgegengesetzte Route. Rund ein halbes Dutzend der damaligen Teilnehmer war auch heuer wieder am Start. Darunter auch der Gemeinderat und Vorsitzende des Freundeskreises Brem-sur-mer, Werner Zauser. „Die drei Musketiere“ nannte er die französischen Mitfahrer humor-, aber auch respektvoll. „Man hat gemerkt, dass sie schon lange Rad fahren“, sagte er. Während die meisten Mammendorfer zu Tourenrädern griffen, waren die Vertreter aus dem Nachbarland mit Rennrädern unterwegs – und das ganz schön flott. „Wenn es bergab ging, gaben sie noch einmal so richtig Gas, wo wir unsere Räder lieber hätten laufen lassen“, berichtete Zauser mit einem Schmunzeln.

Werner Zauser: „Urlaub war das keiner.“

Doch nicht nur das Tempo der Freunde aus Frankreich machte die Tour anstrengend. Die Route führte abseits großer Hauptverkehrsstraße oft über Schotterwege. „Da muss man sich mehr konzentrieren als auf Asphaltstraßen“, sagte Zauser. Festgelegt hatte die Strecke der Mammendorfer Adolf Stumper, seines Zeichens ADFC-Tourenführer „und damit natürlich prädestiniert für diese Aufgabe“, so Zauser.

Und Stumper hat seine Sache offenbar sehr gut gemacht. Zauser kam angesichts der schönen Landschaft, die die Radler unterwegs zu sehen bekamen, jedenfalls regelrecht ins Schwärmen. „Drei Tage lang sind wir zum Beispiel an der Loire entlang gefahren, die Natur dort ist wunderschön.“ Außerdem machte die Gruppe einen Abstecher nach Straßburg, wo eine Führung durchs Europaparlament auf dem Programm stand. Über den Schwarzwald ging es schließlich weiter nach Mammendorf.

Übernachtet wurde in Jugendherbergen, einmal in einer Mühle. „Fünf bis sieben Mann auf einem Zimmer, oft nur ein Bad.“ So beschreibt Zauser die Umstände. „Urlaub war das keiner“, sagt er und lacht. Zumal die Radler täglich 100 bis 120 Kilometer zurücklegten und der Wecker entsprechend früh läutete. „Meistens um sechs, manchmal auch um halb sieben sind wir aufgestanden.“

Dass die Freundschaft zwischen Mammendorf und Brem-sur-mer keine Altersgrenzen kennt, zeigte sich bei der Tour übrigens ebenfalls. Denn die Altersspanne der Teilnehmer war beachtlich. Der älteste Radler blickt auf stolze 76 Jahre Lebenserfahrung zurück. Der jüngste könnte mit 18 Jahren schon sein Urenkel sein.

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