Einen Präsentteller überreichte Mammendorfs Bürgermeister Josef Heckl (r.) dem Jubelpaar Hans und Marianne Dobner.  Foto/Repro: peter weber
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Einen Präsentteller überreichte Mammendorfs Bürgermeister Josef Heckl (r.) dem Jubelpaar Hans und Marianne Dobner.

Mammendorf

Im Zug zur Arbeit hat’s vor über 60 Jahren gefunkt

Vor über 60 Jahren sahen sich Hans und Marianne Dobner das erste Mal morgens in der Bahn, auf dem Weg zur Arbeit. Es war Liebe auf den ersten Blick könnte man sagen.

Mammendorf –Sie in der Lehre zur Damenschneiderin, er mitten in der Berufsausbildung. Beide wussten am Morgen immer ganz genau in welchen Zug sie steigen mussten, um einander über den Weg zu laufen. Aus den Treffen im Zug wurde bald mehr – und nun konnten der ehemalige Vize-Bürgermeister von Mammendorf und seine Marianne ihre diamantene Hochzeit feiern.

Hans Dobner (82) wurde in in Brand im heutigen Tschechien geboren. 1946 musste er die Heimat verlassen und landete in Mammendorf. „Eine gute Sache hatte die Vertreibung. Ohne sie hätte ich meine Frau nicht kennen gelernt“, erzählt Dobner. Denn Marianne ist gebürtige Mammendorferin.

Das Brautpaar im Jahre 1960 in Mammendorf.

1959 – damals waren die beiden noch verlobt – dachten sie über den Bau eines gemeinsamen Hauses nach. Dies wurde auch in die Tat umgesetzt.

Ein Jahr später fand die Hochzeit statt. Gefeiert wurde in Mammendorf mit der Verwandtschaft im großen Kreis. 1962 zog das Paar dann in das neu gebaute Haus ein. Ein Jahr später kam der erste Sohn zur Welt. Neben ihm haben Marianne und Hans Dobner noch einen weiteren Sohn sowie eine Tochter.

Von 1966 bis 2002 engagierte sich Hans Dobner im Mammendorfer Gemeinderat. 14 Jahre lang war er Zweiter Bürgermeister. Während Hans Dobner das Amt ausübte, kümmerte sich Marianne Dobner zuhause um die Kinder, verrichtete die Hausarbeit und nähte gerne Kissen.

Hans Dobners zweite große Leidenschaft neben der Politik ist der Sport. So war er er im Schützenverein aktiv, etliche Jahre auch als als Vorsitzender. Auch Marianne engagierte sich bei den Schützen. Zudem interessierte sich Hans Dobner für Basketball. Doch im Ort gab es damals kaum Möglichkeiten, es zu spielen. 1966 gründete er deshalb mit ein paar Kollegen eine Basketball-Abteilung im Sportverein, in dem auch eines der fünf Enkelkinder aktiv ist.

Auch heute noch betätigt sich Hans Dobner sportlich. Er geht gerne in Gesellschaft Eisstockschießen – mindestens einmal im Jahr. Das dürfe auf keinen Fall verloren gehen, so der Mammendorfer.

In all ihren Ehrenjahren waren Hans und Marianne auch gerne gemeinsam unterwegs. So unternahmen sie etliche Städtereisen.

Zur Frage, was das Geheimnis hinter solch einer langen Ehe ist, sagt Hans Dobner: „Nicht darüber nachdenken. Es kommt alles so wie es kommen soll.“ Sie seien sich schon immer einig in ihren Vorhaben sowie sehr zielstrebig gewesen. Letztendlich sei die Liebe aber das, was zusammenhält.  lst

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