Ein Modellhaus steht auf Bauplänen
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Wohnraum wird dringend benötigt.

Neue Bauordnung

Mammendorf ist gegen dichtere Bebauung

  • vonDieter Metzler
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Die Gemeinde Mammendorf wird ebenfalls eine Satzung zur Regelung der Abstandsflächen bei Neubauten erlassen.

Mammendorf – Demnach gilt in allen Gebieten ohne Bebauungsplan künftig ein Mindestabstand von 70 Prozent der Wandhöhe. Damit reagiert die Gemeinde auf die neue bayerische Bauordnung, die den Mindestabstand auf 40 Prozent verringert. Die Novelle hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Abstandsflächen in Mammendorf, sondern auch auf die Garagen- und Stellplatzsatzung der Gemeinde. Denn diese erlaubt Giebeldächer bei angrenzenden Garagen. Durch die Neuerung ist diese Dachform aber nicht mehr zulässig. Nur noch Pult- und Satteldächer sind erlaubt.

„Früher wurden die Garagen giebelseitig zusammengebaut. Das ist nach dem neuen Baurecht nicht mehr möglich.“, erklärt Vize-Bürgermeister Peter Muck (CSU) auf Tagblatt-Nachfrage. „Wir möchten aber die alte Regelung beibehalten, nachdem im Ort überwiegend Garagen mit Giebeldach vorhanden sind.

Josef Reindl (BGM) hatte darauf hingewiesen, dass die Garagen- und Stellplatzsatzung entsprechend geändert werden müsste. Und auch Bürgermeister Heckl meinte: „Wegen der Garagen- und Stellplatzsatzung müssen wir die Sache schneller behandeln.“

Letztendlich stimmte der Gemeinderat einem Antrag des BGM-Fraktionsvorsitzenden Florian Simetsrieder zu, wie bisher den Bau von giebelständigen Grenzgaragen (zwischen zwei Grundstücken) zu ermöglichen. Dazu soll die Verwaltung prüfen, ob eine entsprechende Regelung in einem einfachen Bebauungsplan für das gesamte Gemeindegebiet festgesetzt werden kann.

Als „gute Geschichte“ bezeichnete Bürgermeister Heckl abschließend, dass der Ausbau von Wohnungen im Dachgeschoss zukünftig im Genehmigungs-Freistellungsverfahren erfolgen kann.  dm

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