Dorothea v. Haldenberg-Schule,
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Die Dorothea-von-Haldenberg-Schule

Mammendorf

Klassen beengt in alter Halle untergebracht

  • vonDieter Metzler
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Zwei Klassen der Mammendorfer Schule sind unter der Tribüne der alten Turnhalle untergebracht. Das geht so nicht, meinen Elternbeirat und Eltern. Der Rektorin sind derzeit die Hände gebunden. Doch es sei eine Lösung in Sicht, sagt sie.

Mammendorf – In der sogenannten Aktuellen Viertelstunde der Gemeinderatssitzung meldeten sich die Vorsitzende des Elternbeirats der Haldenberg-Schule, Annika von Posern, sowie Marion Struß, Mutter eines betroffenen Kindes, zu Wort. Sie sagten, die die Unterbringung von Schulkindern in den zwei Klassenräumen unter der Tribüne der alten Sporthalle sei nicht hinnehmbar. Brandschutz und Fluchtwege seien unzureichend: „Die Kinder müssen durch den Geräteraum, und es gibt nur eine Treppe. Nicht auszudenken, wenn da etwas passiert“, sagte von Posern. Struß gab mit Blick auf die Pandemie zu bedenken, dass die Kinder unter der Tribüne viel zu eng zusammensitzen: „So eng, wie die sitzen, macht Maske tragen keinen Sinn.“ Sollte sich ein Kind anstecken, könne man davon ausgehen, dass sich die ganze Klasse infiziert.

Marion Struß wollte wissen, warum die Gemeinde nicht früher über Container nachgedacht habe: Auch in den Vorjahren haben sich Eltern über die zwei Klassenräume beschwert, wusste sie zu berichten.

Seit 16 Jahren werden die beiden Räume als Klassenzimmer genutzt, erwiderte Bürgermeister Josef Heckl (BGM). In der Vergangenheit gab es Beschwerden, gestand er ein. Nun stelle die Pandemie alle vor besondere Herausforderungen. Im Übrigen solle eine Klasse nicht zwei Jahre hintereinander in so einem Klassenraum sitzen, meinte Heckl. Zudem habe man für Lärmentlastung gesorgt, indem der Sportunterricht verstärkt in der neuen Sporthalle abgehalten wird. „Es ist jetzt ein überschaubarer Zeitraum“, vertröstete Heckl die beiden Frauen.

Demnächst wird sich etwas ändern: Es ist ein Teil-Neubau angedacht, auch weil die zwei Klassen, die noch in die Alte Schule im Ortszentrum ausgelagert sind, dort rausmüssen. Dann soll die Not an Klassenzimmern durch Container neben der Haldenberg-Schule ausgeglichen werden. Von Posern wollte deshalb wissen, wie viele Container geplant sind und wann sie zur Verfügung stehen. Ziel solle sein, vorrangig die Schüler aus der alten Turnhalle in Container umzusiedeln.

Mit der Sanierung der Alten Schule werde man in den Osterferien beginnen, antwortete Heckl. Dann müssen die beiden Klassenzimmer in dieser Schule geräumt werden. Insgesamt sollen vier Container aufgestellt werden, in denen neben den Klassen aus der Alten Schule auch die beiden Klassen unter der Tribüne der Turnhalle Räume finden sollen. „Schneller wird es nicht gehen“, teilte Heckl mit.

Das Aufstellen der Container setze einen Bauantrag voraus, wobei der Brandschutz geprüft werden müsse. Heckl: „Das dauert halt alles seine Zeit. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir das bis April schaffen. So ist es auch mit der Schulleitung abgesprochen.“

Letztendlich, so der Rathauschef, sei aber der Schulaufwandsträger nicht zuständig dafür, welche Klasse in welchen Schulraum komme – sondern die Schulleiterin. Sie habe im Vorfeld mit den betroffenen Eltern der Klassen gesprochen, teilte Rektorin Claudia Bülau dem Tagblatt auf Nachfrage mit. Sie gesteht ein, dass die Räume sehr eng sind: „Aber ich kann mir keine Räume herzaubern.“ Sie habe eine Idee für eine Zwischenlösung bis April. Damit möchte sie aber erst an die Öffentlichkeit gehen, wenn die betroffenen Lehrkräfte zugestimmt haben. Eine Lehrerin sei bereits informiert und angetan von der Idee, mit der anderen rede sie demnächst. „Auch mit dem Schulamt möchte ich zuvor die Sache besprechen, bevor es öffentlich wird.“

Bülau nimmt Bürgermeister Heckl in Schutz: „Er bemüht sich wirklich.“ Es sei gut, dass die Kommune keine gebrauchten Container aufstellen wolle: „Immerhin werden wir die Container rund vier Jahre benötigen.“

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