Das Schamberger-Haus in Mammendorf.
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Das Schamberger-Haus in Mammendorf.

Mammendorf

Nein zur Zwischennutzung im Schambergerhaus

  • vonDieter Metzler
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Im Schambergerhaus findet vorerst keine Zwischennutzung statt. Der Gemeinderat hat das Konzept von Christian Scheider für ein Kultur- und Kunsthaus abgelehnt.

Mammendorf –Das Gebäude steht seit 2002 leer und gehört seit 2010 der Gemeinde.

In einem Workshop zur Zukunft des früheren Kaufhauses im Oktober 2019 hatten sich viele Bürger eine vielseitige öffentliche und nicht kommerzielle Nutzung gewünscht. Daraus entwickelte Scheider ein Zwischennutzungskonzept. Doch der Gemeinderat sah mehrere Probleme. Der Brandschutz sei ungenügend, es fehlten zudem Nutzungsänderung und Bauantrag beziehungsweise Baugenehmigung.

Für die Grünen beantragte Verena Halbritter deswegen, eine Machbarkeitsstudie für eine Zwischennutzung sowie eine dauerhafte Nutzung erstellen zu lassen. Sie schlug das Büro Hummel/Kraus vor, das sich bereits seit zwei Jahren mit der mit dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) Mammendorf befasst. Das Büro sei bereits eingearbeitet, dadurch spare man Zeit und Kosten.

Der Antrag wurde vom Gemeinderat mit 14:1-Stimmen abgelehnt. Machbarkeitsstudien seien nicht das Steckenpferd dieses Architekturbüros, sagte Bürgermeister Josef Heckl (BGM). Zudem müssten in solchen Fällen drei Angebote eingeholt werden. Im Übrigen sei das Konzept nicht ausgereift. Heckl: „Wir würden die Bürger vor den Kopf stoßen. Das wäre kontraproduktiv, denn wir wollen sie weiter mitnehmen.“

Schließlich beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, drei Angebote von Architekturbüros zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie für eine Zwischennutzung und eine dauerhafte Nutzung einzuholen. Dann wird die Sache wieder dem Gemeinderat vorgelegt. Das Münchner Planungsbüro Hummel/Kraus wird um städtebauliche Beratung gebeten. Zudem wurde die Verwaltung beauftragt, im Rahmen der Städtebauförderung einen Zuwendungsantrag zu stellen. DIETER METZLER

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