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Müll, Scherben und Zerstörung: Kommen jetzt Sperrstunde und Glasverbot am Badesee?

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Von: Thomas Steinhardt

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Leider kein Einzelfall, sondern eher die Regel: Hinterlassenschaften einer Partygesellschaft, die im Fasching am Mammendorfer See gefeiert hatte.
Leider kein Einzelfall, sondern eher die Regel: Hinterlassenschaften einer Partygesellschaft, die im Fasching am Mammendorfer See gefeiert hatte. © Archiv

Müll, Scherben, mutwillige Zerstörung: Schon seit längerem häufen sich die Klagen über jugendlichen Vandalismus am Mammendorfer See. Jetzt will das Landratsamt durchgreifen.

Mammendorf – „Auffallend viele Gruppen Jugendlicher feiern und randlieren mittlerweile ganzjährig auf dem Gelände“, heißt es in einem Papier aus der Kreisverwaltung, die für den See und auch das nebenliegende Freibad zuständig ist. Alleine zwischen November 2021 und März 2022 habe das Bade-Personal zwölf Einkaufswägen eingesammelt.

Einkaufswägen? Ja, damit karren Jugendliche Bierkästen und andere Alkoholika aus den nahen Supermärkten zum See, um sie dort dann nach der Party einfach stehen zu lassen. Besonders gefährlich aber seien die Glasflaschen, die regelmäßig mutwillig zerstört würden. Folge: in der Wiese liegen Scherben, die man kaum immer wieder aufsammeln kann.

See Mammendorf: Tischtennisplatte zerstört

Das zuständige Kulturreferat berichtet außerdem von einer zerstörten Beton-Tischtennisplatte im Wert von 2000 Euro. Dazu sei viel Kraftaufwand nötig gewesen. Damit Sicherheitsdienst und Polizei eine bessere Handhabe gegen die Partywütigen haben, sollen nun entsprechende Regelungen getroffen werden.

„Da die Respektlosigkeit und Gewaltbereitschaft der Jugendlichen immer mehr zunimmt, müssen diese Maßnahmen unbedingt getroffen werden“, heißt es in dem Papier der Kreisverwaltung.

Im Fasching war etwa eine Partygesellschaft in alle Himmelsrichtungen geflüchtet, als der Bademeister – angelockt durch laute Musik – auf der Freizeitanlage auftauchte. Sie hatten trotz der Corona-Bestimmungen ihren Spaß haben wollen. Hinter ihnen herräumen mussten andere.

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See Mammendorf: Das sind die geplanten neuen Regeln

Nach den neuen Regeln soll die Benutzung des Badesees und des Geländes in der Zeit von 22 bis 6 Uhr nicht mehr gestattet sein. In der Nacht von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag wäre dann die Benutzung in der Zeit von 23 bis 6 Uhr nicht gestattet. Verboten wird außerdem der Aufenthalt zum Zwecke des unmäßigen Alkoholgenusses.

Das neue Regelwerk zielt ab auf private Partys oder Abschlussfeiern von Schülern. Verboten werden soll außerdem das Mitführen von Glasbehältnissen (also Flaschen und Gläser). Das Glasverbot gölte natürlich nicht für die Terrasse des Kioskes sowie für die Bereiche der Wasserwacht und der Fischer. Nicht erlaubt wäre dann außerdem das Fliegen lassen von Drohnen und Modellflugzeugen oder sich unbekleidet am See aufzuhalten. Der Jugendzeltplatz wäre von den Neuregelungen nicht betroffen.

Die Änderungen zur bereits bestehenden Satzung am Mammendorfer See wird im nächsten Kulturausschuss des Kreistags am Montag, 16. Mai, ab 16 Uhr im Landratsamt behandelt. Das letzte Wort hat der Kreistag.

Auch die Stadt Bruck hatte für das Pucher Meer eine verschärfte Regelung erlassen. Auch interessant: Freibad Mammendorf startet ohne Einschränkungen in die Saison

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