Mammendorf will mehr für den Umweltschutz tun.
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Mammendorf will mehr für den Umweltschutz tun.

Mammendorf

Umweltschutz auf mehrere Schultern verteilt

  • vonDieter Metzler
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Wie viel Zeit soll in der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf für den Umwelt- und Klimaschutz aufgewendet werden? In dieser Frage wurde nun eine Lösung gefunden: Die Aufgaben werden künftig auf drei Personen verteilt.

Mammendorf – Das Umwelt- und Klimaschutzmanagement gewinnt auch in den Gemeinden immer mehr an Bedeutung. Um den Anforderungen gerecht zu werden, hat die Versammlung der VG mit einer Mehrheit von 25:3-Stimmen beschlossen, den Vorschlag des Bürgermeister-Ausschusses und der Verwaltung anzunehmen: Neben zwei Vollzeitstellen für die Bearbeitung der Bauleitplanung/Bauanträge wird der Umwelt- und Klimaschutz zukünftig abteilungsintern auf drei Schultern verteilt.

Vorausgegangen war dieser Entscheidung eine kontrovers geführte Debatte. Zur Erinnerung: Bereits im Dezember 2020 hatten sich die Grünen im VG-Gremium gegen eine Halbtagsstelle für den Umwelt- und Klimaschutz ausgesprochen. Die Aufgaben seien zu umfangreich und für eine Halbtagsstelle würde man kein qualifiziertes Personal bekommen, argumentierten Verena Halbritter (Gemeinderätin aus Mammendorf) und Andreas Birzele (Gemeinderat aus Althegnenberg). Sie forderten eine ganze Stelle.

Steigende Personalkosten

Die Gegenargumente der Bürgermeister waren zum einen die weiter ansteigenden Personalkosten und die zum Teil doch sehr unterschiedlichen Schwerpunkte in den einzelnen Mitgliedsgemeinden. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass sich die Referenten für Energie und Umweltschutz in den einzelnen Gemeinden doch mehr einbringen sollten.

Im Dezember 2020 beschloss das VG-Gremium eine Stellenmehrung von einer zusätzlichen Vollzeitstelle (mittlerer Dienst) für die Bearbeitung der Bauanträge sowie eine Halbtagsstelle für den Umwelt-/Klimaschutz (gehobener Dienst). Zweimal wurde die neugeschaffene Vollzeitstelle im Bauamt vergeblich ausgeschrieben, so dass der Bürgermeister-Ausschuss vorschlug, die Vollzeitstelle anzuheben (gehobener Dienst). Zudem sollen die Bearbeitung der Bauleitplanung und Bauanträge der acht Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft auf die beiden Bauamt-Mitarbeiter aufgeteilt werden.

Die Umwelt- und Klimaschutzstelle wird nicht ausgeschrieben, sondern die Aufgaben werden auf Vorschlag des Bürgermeister-Ausschusses und der Verwaltung abteilungsintern auf drei Stellen verteilt. Zudem vertraten die Bürgermeister die Ansicht, dass bei einer Aufstellung eines Klimaschutzkonzeptes die Gemeinden ohnehin externen Sachverstand zu Rate ziehen müssten.

Die beiden Grünen, Halbritter und Birzele, gaben sich nicht zufrieden mit der Lösung. Sie forderten einen konkreten Ansprechpartner mit entsprechender Qualifikation. Man werde die Entwicklung zwei Jahre lang beobachten, teilte der Vorsitzende des VG-Gremiums, Mammendorfs Bürgermeister Josef Heckl, mit. Dann könne man sehen, ob man nachbessern müsse.

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