Mammendorfer und Magdeburger arbeiten zusammen: (v.l.) Janis Seibt, Michael Bauer (MIPM), Oliver Thieme und Florian Lugmeier (MIPM).
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Mammendorfer und Magdeburger arbeiten zusammen: (v.l.) Janis Seibt, Michael Bauer (MIPM), Oliver Thieme und Florian Lugmeier (MIPM).

MIPM

Mammendorfer Firma revolutioniert EKG

Seit vielen Jahren arbeitet das Mammendorfer Institut für Physik und Medizin (MIPM) mit der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (OVGU) zusammen, um weitere Innovationen in der Medizintechnik voranzubringen.

Mammendorf - In der aktuellen Kooperation entwickelt das Mammendorfer Unternehmen neue Möglichkeiten zur störungsfreien Aufzeichnung des EKG während kernspintomographischer Untersuchungen (MRT). Hierbei werden neueste Technologien, Algorithmen und Materialien zur Beseitigung der vom MRT verursachten Störungen erforscht. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten Ärzten, Physikern und Ingenieuren versetzt das MIPM in die Lage, komplexe Systeme an den vor Ort vorhandenen MRTs unter realitätsnahen Bedingungen zu entwickeln.

Für MR-geführte Interventionen ist es notwendig, den Gesundheitszustand des Patienten mit einem diagnostischen EKG zu überwachen. Die MR-Bildgebung hat aber Einfluss auf das EKG-Signal: Der magnetohydrodynamische Effekt, der durch das statische Magnetfeld des MRT hervorgerufen wird, macht das EKG-Signal unbrauchbar für diagnostische Zwecke. Dafür will das MIPM-Team eine Lösung finden. Ziel ist ein sogenanntes 12-Kanal-EKG, das eine zuverlässige Diagnose auch während Untersuchungen im MRT gewährleistet.

Wegen der Pandemie arbeiten die Mammendorfer hauptsächlich digital mit den Magdeburgern zusammen. Obwohl die Beschränkungen die Kooperation erschweren, komme das Projekt gut voran, berichtet Michael Bauer, Entwickler im MIPM.

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