Ausbau von schnellem Festnetz-Internet kommt voran
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Der Ausbau von schnellem Festnetz-Internet läuft bisweilen zögerlich.

Ausbau

Mammendorfer Unternehmer hat Warten auf schnelles Internet satt

  • vonDieter Metzler
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„Die lachen uns doch aus in Indien“, meint Michael Rosenheimer. Der Seniorchef des Mammendorfer Instituts für Physik und Medizin (MIPM) ist verärgert.

Mammendorf – Aus dem Tagblatt hat er von der Entscheidung des Gemeinderates erfahren, im neuen Baugebiet in Peretshofen-Ost Glasfaserleitungen zu verlegen, und dass sich der Ausbau des Breitbandnetzes im Gewerbegebiet Kugelbichl und Oskar-von-Miller-Straße wohl noch weiter verzögert.

Sein Unternehmen zahle jährlich 200 000 Euro Gewerbesteuer, die locker ausreichen würden, um den Wettbewerbsnachteil, den die Unternehmen durch das fehlende schnelle Internet haben, zu beheben. „Da muss die Gemeinde halt mal ohne Zuschüsse oder Förderung die Sache in die Hand nehmen.“

Die Unternehmen seien alle ziemlich „geladen“, was die aktuelle Internet-Versorgung betrifft, so Rosenheimer. „Es kann doch nicht angehen, dass Aufträge oder ein Download 48 Stunden dauern. Das ist eine Zumutung“, macht der Seniorchef seinem Ärger Luft.

Rosenheimer kann deshalb nicht nachvollziehen, dass ausgerechnet im Neubaugebiet Peretshofen-Ost schnelles Internet von der Telekom angeboten wird. Seinen Frust entlud er nun in einer E- Mail an Bürgermeister Josef Heckl (BGM), nachdem er bereits im vergangenen Jahr dem Rathauschef einen Runden Tisch mit allen betroffenen Unternehmern vorgeschlagen hatte. Es könne doch nicht sein, dass die Gemeinde das Gewerbe am ausgestreckten Arm verhungern lasse, während in Peretshofen die Anwohner Computerspiele spielen können, schreibt Rosenheimer.

Bereits vor einem Jahr hatte der Unternehmer dem Bürgermeister auch mitgeteilt, dass er sein Bauvorhaben an der Oskar-von-Miller-Straße wegen des fehlenden schnelleren Internets um ein Jahr nach hinten verschoben habe. Schon damals habe Heckl von einem neuen Bundesförderprogramm speziell für Gewerbegebiete gesprochen. Doch geschehen sei nichts.

Er könne seinen Frust verstehen, antwortete ihm Heckl. Er erläuterte ihm aber zugleich, dass ein Unterschied bestehe, wenn ein Baugebiet, wie es in Peretshofen der Fall ist, komplett neu erschlossen werde. Da werde man selbstverständlich gleich Glasfaserleitungen verlegen, alles andere wäre Unsinn.

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