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Rege diskutiert wurden von den Bürgern die beim Workshop vorgebrachten Ideen. 

Künftige Nutzung

Mammendorfern liegt das Schamberger-Haus am Herzen

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 Die Zukunft des denkmalgeschützten Schamberger-Haus an der Nikolausstraße liegt den Mammendorfern offenbar sehr am Herzen.

Mammendorf – 50 Bürger präsentierten bei einem Workshops Vorschläge für eine künftige Nutzung des seit 2002 leer stehenden ehemaligen Kramerladens, den die Gemeinde 2010 erworben hat. Bereits im März und Juli hatten die Bürger Gelegenheit, sich bei Diskussionen und Dorfbegehungen Gedanken über künftige Nutzungen zu machen. Nun präsentierten sie Ideen.

„Mir schwebt eine öffentliche und breite Nutzung vor, ein Ort der Begegnung“, gab Bürgermeister Josef Heckl nun beim Worhshop die Richtung vor. Der Gemeinderat sei sich im Klaren, dass die Umsetzung „eine Menge Geld“ kosten werde. „Mir ist bewusst, dass am Schamberger-Haus sehr viele Emotionen hängen.“ Man werde aber genau abwägen, welche Nutzung sinnvoll und finanziell zu schultern sei.

Vorschläge sprudeln nur so

Die anwesenden Bürger mussten nicht zweimal zu Vorschlägen aufgefordert werden. Die sprudelten nur so. Über die Hälfte favorisierten den Vorschlag, Räume für die Volkshochschule, einen Eine-Welt-Laden und ein offenes Café zu nutzen. Weitere Vorschläge waren eine Fahrrad- und Bastelwerkstatt, ein „Bürger-Wohnzimmer“ wo sich jedermann trifft, oder die Unterbringung einer historischen Sammlung („So eine Art Jexhof“). Oder einen „Unverpackt-Laden“ mit regionalen Produkten. Auch die Einrichtung eines Hofladens oder eines Schreibwarengeschäfts wurde genannt.

Heckl gab zu bedenken: Ein gemeindliches Gebäude könne bei kommerzieller Nutzung nicht kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Nur wenn es öffentlich für die Bürger zur Verfügung steht, ist die Städtebauförderung dabei.

Gemeinderat Thomas Holzmüller (FW) hält auch versicherungstechnische Fragen für sehr wichtig. Eine Bürgerin befürchtet bei einer unentgeltlichen Nutzung „ein Chaos, weil jegliche Verantwortung fehlt“. Ihre Anregung: „Warum gründet man nicht einen Verein?“ Das wiederum hält der Bürgermeister für wenig zweckmäßig: „Wir haben bereits 40 Vereine in Mammendorf. Und viele haben Probleme, eine Vorstandschaft zu stellen.“

Die gesammelten Ideen werden nun geprüft. Die Devise: „Was geht, was geht nicht?“

Bei einem weiteren Workshop wird der favorisierte Vorschlag mit den Bürgern dann nochmals abgeklärt. „Ich denke, es läuft auf die Mischnutzung VHS, Eine-Welt-Laden und offenes Café hinaus“, meinte Bürgermeister Heckl abschließend. „Vielleicht noch mit der Unterbringung eines Archivs und einer historischen Sammlung.“ 

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