Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft

Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft
Es geht eng her im Mini-Kreisel an der Bahnhof-/Michael-Aumüller-Straße in Mammendorf. Der Gemeinderat will die Unfallzahlen weiter reduzieren. Foto: Archiv Metzler

Mehrere Ideen

Mini-Kreisel Mammendorf: Das schlagen Experten vor

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Mit seinem Mini-Kreisel an der Bahnhofstraße ist der Mammendorfer Gemeinderat nach wie vor nicht zufrieden. Jetzt soll noch einmal eine Ortsbesichtigung stattfinden und ein Verkehrsplaner zurate gezogen werden. Ideen zur Umplanung gibt es viele.

Mammendorf – Im Februar hatte ein Bürger im Rahmen der Aktuellen Viertelstunde im Gemeinderat einen Rückbau des Mini-Kreisels gefordert. Das lehnte das Gremium zwar ab, beschloss aber, nochmals einen Experten zu befragen. Mit Vertretern eines Ingenieurbüros gab es im April eine Ortsbesichtigung. Frage war, was um umbauen könnte, damit dort noch weniger Unfälle passieren. Vor allem Radfahrer will man besser schützen.

Reduzierung der Geschwindigkeit

Fachleute schlagen vor, die Erkennbarkeit des Kreisels zu verbessern und die Geschwindigkeit zu beschränken. Auf die Fahrbahn könnte zudem das Verkehrszeichen „Vorfahrt gewähren“ farbig aufgemalt werden. Und 50 Meter vor dem Kreisel wäre ein Hinweis auf das Rund sinnvoll, eventuell verbunden mit der Beschilderung „30 km/h“. Denn beim Ortstermin wurde festgestellt, dass der Kreisverkehr von vielen Autofahrern zu schnell angefahren werde.

Eine unfallfreie Kreuzung gibt es nicht

Allgemein ist zu sagen, dass bei kleinen Kreiseln der Anteil an verunglückten Radfahrern hoch ist. Vielleicht, so die Experten, könne man die geringen Unfallzahlen noch weiter reduzieren. Aber eine unfallfreie Kreuzung werde es nicht geben.

Von der für Mammendorf zuständigen Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck wird eben aufgrund der wenigen Unfälle am Kreisel keine bauliche Veränderung als notwendig angesehen. Es wird nur empfohlen, die Pflanzen an den Zufahrten des Kreisels von Süden und Osten zurückzunehmen, da die Verkehrszeichen schlecht zu erkennen seien. Und man solle die Markierungen auf der Straße erneuern.

Ein kompletter Umbau ist nicht möglich

Den Kreisel per Schild anzukündigen, das hält die Polizei nicht für nötig. Das mache man normalerweise nur außerorts oder wenn viele ortsunkundige Verkehrsteilnehmer dort unterwegs sind.

Der Gemeinderat diskutierte fast eine Stunde lang. Fest steht: Ein kompletter Umbau ist nicht möglich, weil die dafür nötigen Grundstücksflächen fehlen. Ansonsten kann sich der Gemeinderat ziemlich viel vorstellen. Zu hören waren folgende Ideen: Die Radfahrer könnten mehr in der Mitte der Straße den Kreisel durchfahren, man könnte den Innenkreisel um 45 Grad erhöhen (Peter Muck, CSU) oder die Kreiselmitte senken (Josef Reindl, BGM). Ins Spiel gebracht wurden auch eine verstärkte Verkehrsüberwachung (Thomas Holzmüller, FW) und die Aufstellung einer Überwachungskamera für einen begrenzten Zeitraum (Johann Thurner, BGM).

„Wie weit wollen wir die Diskussion noch führen“, fragte Bürgermeister Josef Heckl (BGM) schließlich und beendete den Tagesordnungspunkt. Das Gremium einigte sich nur auf Folgendes: Es soll nochmals eine Ortsbesichtigung der Bauausschussmitglieder stattfinden, und zwar mit einem Verkehrsplaner.

Kommentar: 

Und täglich grüßt das Murmeltier, ist man geneigt zu sagen, wenn wieder einmal der Mini-Kreisel im Gemeinderat seine Runden dreht. Zum wiederholten Male debattierte das Gremium über das scheinbar unlösbare Problem. Ich gehe jede Wette ein, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Auch noch so gut gemeinte Vorschläge zur Entschärfung der Unfallträchtigkeit werden das Restrisiko nicht beseitigen können. Vielleicht wäre der Rückbau, den zuletzt ein Bürger gefordert hatte, doch die beste Lösung. Und die Kreuzung könnte man dann ja noch mit einer Ampelanlage versehen. (Dieter Metzler)

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