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Das Jubelpaar mit (v.l.) Vize-Bürgermeister Peter Muck, Stefan Bauer (Pfarrgemeinderat), Tochter Brigitte Schindler und Bürgermeister Josef Heckl.

Mammendorf

Miteinander reden, das ist ihr Rezept

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 Der Gemeinde und vor allem sich treu geblieben sind Theresia und Heinrich Schindler: In der Schlosswirtschaft Nannhofen taten sie 1957 ihre ersten Schritte ins gemeinsame Glück, beim Tanzen.

Mammendorf  Zwei Jahre später heirateten sie. Nun konnte das Paar Diamantene Hochzeit feiern.

„Es hat schnell gefunkt“, erzählt der 80-Jährige, der als Metzger 1956 aus der Kelheimer Region nach Mammendorf gekommen war. Ein fescher junger Mann, der einem Flirt nicht abgeneigt war: „Aber mit der Theresia war es mir ernst. Das habe ich damals auch meiner Schwester erklärt.“ Seine spätere Frau empfand beim Kennenlernen ebenso schnell Sympathie. „Ich habe ihn von meiner Cola trinken lassen“, erinnert sie sich an die ersten Stunden ihrer Bekanntschaft.

Das fesche Paar bei der Hochzeit vor 60 Jahren. Die Feier war schön, sagen beide.

So stand der Hochzeit im September 1959 nichts im Weg. Es sei eine schöne Feier gewesen, erinnern sie sich. Im Bewusstsein geblieben ist aber auch das Wetter: „Vier Wochen lang war es vorher heiß. Am Hochzeitstag hat es dann zu regnen begonnen.“ Heinrich Schindler muss ein wenig schmunzeln, als er daran zurückdenkt.

Lächeln muss auch die aus Serbien stammende Theresia Schindler, wenn sie an die Hochzeit denkt. Ein Grund für die Vermählung war nämlich, dass ein Kind unterwegs war. „Heute würde man darüber gar nicht mehr reden“, sagt sie. Das Paar bekam noch eine zweite Tochter.

Die Kinder leben in Oberfranken und Australien. Theresia und Heinrich Schindler zog es selbst immer wieder in die weite Welt: „Wir haben alle Erdteile gesehen.“

Beide haben rege am Vereinsgeschehen in Mammendorf teilgenommen. Schützen, Feuerwehr, Burschen, Trachtler – Heinrich Schindler wusste immer, wo es anzupacken galt. Seine Frau verstärkte die örtliche Theatergruppe mit viel Engagement. „Sie war eine gute Schauspielerin“, betont der Ehemann anerkennend.

„Miteinander reden und aufeinander zugehen“, das sei das Rezept ihrer langen Ehe, sagte die 79-Jährige. „Es braucht aber auch ein Stück Glück, dass man so viele gemeinsame Jahre hat“, fügt der Ehemann dazu. Und lächelt seine Frau an. 

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