Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

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Komplettausfall

Nach Funkmastbrand kein Handynetz in Mammendorf

Nach dem Brand des Funkmasts am Aldi-Kreisel Anfang Juni liegen drei Handy-Netze in und um Mammendorf weiter brach. Einen Ersatz-Sender zu installieren gestaltet sich schwierig. Gleichzeitig ermittelt die Kripo weiter wegen Brandstiftung.

Mammendorf – Ausgefallen sind nach Tagblatt-Informationen die Mobilfunknetze der Telekom, von O2 und von E-Plus. Sein Unternehmen bemühe sich um zeitnahe Lösungen, sagte ein Sprecher der Firma Deutsche Funkturm, die den Mast betreibt. „Wir wissen, dass es wegen des defekten Masts zu Einschränkungen kommen kann.“ Seine Firma sei mit allen Beteiligten in Kontakt.

Der Sprecher bestätigte, dass sein Unternehmen sich auch nach der Möglichkeit umgesehen habe, einen Ersatzmobilfunkmast in der Nähe des abgebrannten aufzustellen, was bislang aber nicht gelang. Der Sprecher versicherte: „Wir arbeiten an einer schnellstmöglichen Lösung.“

Tatsächlich gab es bereits eine Anfrage bei der Firma Rossmann, die ein Geschäft direkt neben dem bestehenden Mast betreibt, wie ein Sprecher der Drogeriemarkt-Kette auf Anfrage bestätigt – zunächst am 6. Juni direkt im Geschäft, tags darauf dann offiziell bei der Firmenleitung.

Allerdings sei Rossmann nur Mieter der Flächen und könne daher nicht einfach so eine Erlaubnis erteilen, ohne mit dem Eigentümer gesprochen zu haben. Außerdem seien beispielsweise auch Versicherungsfragen zu klären, sagte der Rossmann-Sprecher, der aber auch betont: „Wir verhalten uns konstruktiv und wollen, dass das Netz wieder aufgebaut wird. Wir telefonieren in dieser Sache ständig hin und her.“

Wie der Sprecher der Deutschen Funkturm GmbH sagte, sei es ein sehr, sehr seltener Fall, dass ein Mobilfunkmast abbrenne. Er müsste schon in Erinnerungen an lang zurückliegende Ereignisse kramen, um auf etwas ähnliches zu stoßen.

Ein technischer Defekt als Ursache für den Brand ist komplett ausgeschlossen, wie ein Sprecher der Kripo erneut betonte. Außerdem konnte die Polizei einen Brandbeschleuniger nachweisen. Das heißt im Klartext: „Wir müssen von Brandstiftung ausgehen“, so der Sprecher. Auffällig sei, dass es in Mammendorf – anders als in anderen Gegenden – keinerlei Widerstand gegen den Mast gegeben habe, als er aufgestellt wurde. Ob ein zeitlicher oder kausaler Zusammenhang mit den Schmierereien an der Bahnlinie besteht, sei noch Gegenstand der Ermittlungen. „Wir werden verstrahlt, Mobilfunk macht krank“, steht da zu lesen.

Von zahlreichen Beschwerden wegen des ausgefallenen Handynetzes berichtet auf Anfrage auch ein Sprecher der Gemeinde Mammendorf, die freilich nicht zuständig ist. „Wir sagen den Leuten dann immer, dass sie sich an ihren Betreiber wenden müssen.“ Am Mast selbst ist die Gefahr herabfallender Teile inzwischen gebannt. Die verbrannten Leitungen wurden mittlerweile abmontiert. Die Sperrung der Straße zum Freizeitgelände konnte daher aufgehoben werden. Jetzt stehe halt der nackte Betonmast noch herum.

Weil es so selten ist, dass ein Funkmast brennt, könnte der Fall zu einem Thema von Experten werden, wie in diesem Zusammenhang berichtet wurde. Auch bei der Feuerwehr bleibt der Einsatz nachhaltig in Erinnerung. Denn als die Helfer ausrückten – und noch bevor jemand Fotos schießen konnte – brannte der ganze Mast lichterloh, wie ein Sprecher sagte. „Das war wie eine 35 Meter hohe brennende Säule.“ (st)

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