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Rudolf Schindler ist tot.

Verdienter Freiwilliger und Familienvater

Nachruf: Mammendorf trauert um Rudolf Schindler 

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Rudolf Schindler ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Besonders der Schützenverein trauert um sein wichtigstes Mitglied.

Mammendorf - Der Schützenverein Eichenlaub war wie eine zweite Familie für Rudolf Schindler. 59 Jahre war er dort Mitglied, 40 Jahre kümmerte er sich um die Finanzen des Vereins – zunächst als zweiter, dann als erster Schatzmeister. 

Doch der 1940 in Adlhausen bei Langquaid (Landkreis Kelheim) geborene Niederbayer war noch viel mehr als ein sorgsamer Verwalter der Vereinskasse. „Rudi war ein Mann der Tat“, sagt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Dietrich. Beim Neubau des Schützenheims im Jahr 1970 leistete der Landmaschinenmechanikermeister rund 300 freiwillige Arbeitsstunden. „Damit war er eines unserer fleißigsten Mitglieder.“

Als Jahrzehnte später umfangreich renoviert wurde, legte Rudolf Schindler wieder mit Hand an, obwohl er zu diesem Zeitpunkt schon gesundheitlich eingeschränkt war. Aber seinen Verein hätte er nie im Stich gelassen. 2001 stand die Fahnenweihe der Schützen an. Damals bereitete sich der Schatzmeister mit der ruhigen Hand selbst die größte Freude – er konnte als Schützenkönig voller Stolz hinter der Vereinsfahne an der Spitze seiner Kameraden ins Festzelt einmarschieren. 

Unermüdlich beteiligte er sich all die Jahre an Haussammlungen für Faschingsumzüge. 2008 organisierte er Preise für das vom Verein ausgerichtete Gauschießen. Abwimmeln konnte man Rudolf Schindler nicht so leicht. Sein Motto lautete: „Wenn ich vorne nix griag, geh ich hinten wieder nei.“ Dass Aufgeben keine Option für ihn war, hatte er schon in jungen Jahren bewiesen. Als eines von fünf Kindern eines Auto- und Landmaschinenmechanikers verlor er früh seine Mutter. Der verwitwete Vater zog mit seinen vier Söhnen und der einzigen Tochter nach Mammendorf, um einen Neuanfang zu wagen.

Hier führte er seine eigene Landmaschinenwerkstatt, in die Rudolf Schindler nach Schule und Lehre einstieg. Mammendorf wurde seine Heimat – auch, weil er hier seine große Liebe Rosemarie fand, mit der er zwei Söhne und fünf Enkelkinder hatte. Die Lebensfreude ließ sich Rudolf Schindler auch von einer schweren Krankheit nicht nehmen, die er über 20 Jahre lang tapfer ertrug. Die Familie war stets sein Mittelpunkt. „Er war für alle immer da“, erinnert sich Sohn Manfred. Glücklich war sein Vater, wenn er im heimischen Garten werkeln konnte. Neben dem Engagement im Schützenverein gehörte Schindler auch der Freiwilligen Feuerwehr an. „Er war einfach ein netter Kerl“, sagt Schützenvorstand Wolfgang Dietrich traurig. „Wir sind dankbar, dass wir ihn bei uns hatten.“ Rudolf Schindler wurde 79 Jahre alt.

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