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Wechsel: Gregor Grill (vorne) übernimmt die Geschäftsführung von Norbert Hornauer (im Hintergrund).  

Maschinenring

Neue Düngeverordnung: Landwirte müssen teuer nachrüsten

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Die neue Düngeverordnung der EU geht auch am Maschinenring nicht spurlos vorbei. Die neuen Vorschriften zur Ausbringung von Mineraldünger bringen Kosten mit sich. Eine Arbeitsgruppe des Vereins beschäftigt sich mit dem Thema.

Mammendorf – 

Mindestens einen Meter Abstand zur Feldgrenze und zu oberirdischen Gewässern schreibt die neue Verordnung vor. Dazu dürfen eingesetzter Dünger und Ertrag nur noch in einem bestimmten Verhältnis stehen, damit nicht zuviel Dünger ausgebracht wird.

Die EU-Verordnung macht recht genaue Vorgaben, die Gastredner Volker Rathmer von einem Hersteller für Landmaschinen auf der Jahresversammlung des Maschinenrings vorstellte. Das Problem dabei: Mit veralteten Düngestreuern sind die Vorgaben im Prinzip nicht zu erfüllen.

Die Bauern müssen nachrüsten – sofern sie es nicht schon getan haben. Aber: „Die Landwirte werden mit der Düngeverordnung im Regen stehen gelassen“, sagte Rathmer. Denn es gebe kaum Fördergelder. Für die gleichmäßige Ausbringung des Düngers – entscheidend für das Verhältnis von Einsatz und Ertrag – müssen die Streuer nachgerüstet und möglichst ein GPS-System angeschafft werden.

Eine weitere Möglichkeit ist der Kauf eines Pneumatikstreuers, der die Ausbringung des Düngers komplett automatisch regelt. Kosten: rund 140 000 Euro. „Das ist nur für Großbetriebe interessant“, sagt Rathmer. Seine Firma arbeite zwar bereits an günstigeren Lösungen. „Das wird aber noch bis 2019 dauern.“

So lange will man sich auch beim Maschinenring, in dem sich die Landwirte organisiert haben, um sich gegenseitig mit Arbeitsleistung und Gerätschaften zu unterstützen, Gedanken über die Umsetzung der Düngeverordnung machen. Precision Farming – zu deutsch: Präzisionslandbau – ist das Zauberwort. Gemeint ist damit die mengengenaue Ausbringung von Düngemittel auch auf nicht rechteckigen Flächen. Das ist mit altem Gerät ein besonderes Problem. „Der Maschinenring beschäftigt sich in einer Arbeitsgruppe mit diesem Thema“, sagte Vereinsvorsitzender Gregor Grill.

Auf den kommen indessen vorübergehend neue Aufgaben zu. In der dem Verein angegliederten Brucker Dienstleistungs-AG, die sich um alle gewerblichen Belange kümmert, gibt es einen personellen Wechsel. Der bisherige Geschäftsführer Norbert Hornauer legte sein Amt aus privaten Gründen nieder. Bis ein Ersatz gefunden ist, übernimmt Grill den Posten des geschäftsführenden Vorstands. Sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der AG wird für diese Zeit sein Stellvertreter Thomas Karl ausüben.

Hornauer überlässt ein bestelltes Feld. Gewinne erwirtschafteten sowohl der Verein mit knapp 24 000 Euro, als auch die Aktiengesellschaft mit knapp 31 000 Euro nach Steuern. Eine Dividende wird aber nicht ausgeschüttet. Dem stimmten die Aktionäre einstimmig zu und folgten damit dem bisherigen Vorgehen, dass es eine Dividendenausschüttung nur alle fünf Jahre gibt. Hornauer: „Das tut der AG gut, denn wer wachsen will, braucht Geld.“ 

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