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Haldenberg-Schule

Polizei ermittelt nach missglücktem Streich in Mammendorfs Mittelschule

Wegen des missglückten Abschlussstreiches der Haldenberg-Mittelschule ermittelt nun die Polizei. Die Schüler hatten nachts das Schulhaus verwüstet. Zudem wurde „Heil Hitler“ an die Wand geschmiert und es wurden pornografische Bilder aufgehängt. 

Mammendorf Das gilt strafrechtlich als Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole beziehungsweise Verbreiten pornografischer Schriften. Beide Tatbestände sind so genannte Offizialdelikte. Das heißt, die Polizei muss tätig werden, obwohl die Schule keine Anzeige erstattet hat.

„Die Ermittlungen befinden sich relativ am Anfang“, berichtet Michael Fischer, Vize-Leiter und Sprecher der zuständigen Inspektion Fürstenfeldbruck. Es seien einige Namen im Spiel. Nun müsse geklärt werden, ob es sich jeweils um Täter, Mitläufer oder Zeugen handelt. Nach bisherigen Erkenntnissen handle es sich wohl um einen völlig aus dem Ruder gelaufenen Streich und nicht um bewusste ideologische Agitation. Vermutlich sei den betreffenden Schüler gar nicht bewusst gewesen, dass sie die Grenzen zu strafrechtlich relevantem Handeln überschritten hatten. Der Schulleitung mache die Polizei keinen Vorwurf, dass sie die Sache nicht angezeigt habe.

Die vielleicht schlimmsten Auswirkungen des Streiches fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich der Polizei. Die Schüler haben in Klassenzimmern und der Turnhalle Bücher, Hefte und andere gegenstände aus Schränken und von Tischen gefegt und überall verteilt. „Die armen Lehrer oder sonstigen Personen, die das aufräumen müssen.“

Einige Schulabgänger hatten offiziell die Erlaubnis anlässlich ihres Abschiedes in der Schule zu übernachten und einen kleinen Streich vorzubereiten. Das artete aus – offenbar weil auch schulfremde Jugendliche dabei waren. Da genau das auch schon in anderen Schulen passierte, appelliert Fischer an alle Beteiligten künftig darauf zu achten, den Personenkreis bei solchen Streichen überschaubar zu halten.  sk

Bereits im März war es zu einem Vorfall in der Mammendorfer Mittelschule gekommen. So reagierten Mitschüler darauf.



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