Breitband-Internetausbau im ländlichen Raum
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Breitband-Internetausbau im ländlichen Raum

Aus dem Gemeinderat

Querele um die Breitbandförderung in Mammendorf

  • VonDieter Metzler
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Welches Unternehmen soll die Gemeinde beim weiteren Prozess der Breitbandförderung unterstützen? Über diese Frage ist sich der Gemeinderat noch nicht einig geworden.

Mammendorf – Erst wurde das Thema in den nicht öffentlichen Teil der Sitzung verlegt, dann wurde dort die Zeit zu knapp.

Nicht erschlossen und damit nicht gefördert wurden beim ersten Ausbau die Bereiche, die bereits mit über 30 Mbit/s versorgt waren, wie der Kugelbichl, die Oskar-von-Miller- und Ganghoferstraße. Das sei Anstoß zu Gesprächen über den weiteren Ausbau im Gewerbebereich gewesen, sagte Bürgermeister Josef Heckl (BGM). Eingeholt wurden die Gespräche durch ein neues Förderprogramm des Freistaats, sodass man den ganzen Ort überprüfen könnte, um weitere Verbesserungen zu erzielen.

Zur Festlegung der förderungsfähigen Erschließungsgebiete ist eine Voruntersuchung erforderlich. Das Unternehmen, das bereits in der Vergangenheit die Maßnahmen des Netzausbaus begleitet hatte, soll erneut beauftragt werden. Zur Umsetzung bietet das Büro einen Zweistufenplan an. Erst erfolgt die Voruntersuchung und Durchführung der Markterkundung, dann geht es in Auswahl- und Förderverfahren. Die Kosten für das zweistufige Konzept belaufen sich auf rund 10 000 Euro.

Thomas Holzmüller (FW), Referent für den Breitbandausbau, kritisierte das Büro. Ihm fehle noch immer der Masterplan. Dieser solle zwar vorhanden sein, er habe ihn aber noch nie gesehen. „Ich stelle mir deshalb die Frage, ob man das Büro ernsthaft wieder beauftragen soll.“ Holzmüller beantragte, die Entscheidung in den nicht öffentlichen Teil zu verschieben, weil er noch andere Informationen brauche.

Man fahre mit dem Büro seit Jahren sehr gut, hielt Heckl dagegen. Er bestätigte, dass der Masterplan vorliege, er ihn aber wegen der hohen Datenmenge nicht versendet habe.

Mit 8:6-Stimmen wurde beschlossen, das Thema nicht öffentlich zu besprechen. Doch dann wurde es zu spät, die Sitzung um 23 Uhr abgebrochen. Die Vergabe soll in der nächsten Sitzung erfolgen.

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