Josef Heckl dehnte seinen Vortrag auf 100 Minuten aus.  

Bürgerversammlung

Räumpflicht, Dauerparker und Gefahren für Schulkinder

 Gut 80 Bürger nahmen die Einladung von Rathauschef Josef Heckl (BGM) zur Bürgerversammlung am Donnerstagabend an. Deutlich weniger als in den vergangenen Jahren. 

Mammendorf –Sie mussten sich über eineinhalb Stunden gedulden, bevor sie ihre Anliegen loswerden konnten – erst informierte Heckl ausführlich über die Geschehnisse und Projekte.

Nachfragen dazu? Fehlanzeige. Dennoch wollten ein paar Bürger doch noch etwas loswerden. Unmöglich sei es, den mit einer Spritzdecke versehenen Gehweg von Eis und Schnee freizuhalten, verschaffte Kurt Schweiger aus der Grottenstraße seinem Ärger Luft. Es sei ein unerträglicher Zustand, so der ehemalige Gemeinderat. Er erwarte von der Gemeinde, dass die Anwohner aus der Räumpflicht herausgenommen werden und forderte die Gemeinde auf, bei Neuanlegung von Gehwegen zu pflastern oder Platten zu verlegen.

Man sei auch nicht glücklich damit, erwiderte Heckl. Er sicherte zu, dass die Anwohner im bevorstehenden Winter von der Räumpflicht befreit sind. Die Aufgabe übernimmt der Bauhof. Pflastern oder Platten verlegen komme aber teuer, so Heckl. Zumal die Grundeigentümer beim Erstausbau 90 Prozent der Kosten tragen müssten.

Über parkende Fahrzeuge, Traktoren, einen landwirtschaftlichen Anhänger und andere Gerätschaften an der Bahnhofstraße ärgert sich Heinrich Schindler. Insbesondere der Anhänger ist auch Willi Bender ein Dorn im Auge. Er sei in der Dunkelheit sehr schlecht zu erkennen. Der Anhängerbesitzer outete sich unter den Zuhörern und meinte, da brauche man nicht zum Bürgermeister rennen – man hätte zu ihm kommen können und mit ihm reden können.

Grundsätzlich tragen parkende Fahrzeuge zu einer Verkehrsberuhigung bei, antwortete Heckl dazu. Er werde mit den Anwohnern sprechen, dass die künftig ihre Gerätschaften auf ihrem Grundstück unterstellen. Aus Gefälligkeit überall Halteverbote auszusprechen, lehnte Heckl ab.

Alfred Haas ist die Weiterführung des Rad- und Gehwegs, der in Höhe der Apotheke in der Augsburger Straße abrupt endet, ein großes Anliegen. Er sei sehr enttäuscht, dass das Staatliche Bauamt Freising die Weiterführung bis zur Maisachbrücke auf vier Jahre hinausgeschoben hat. Heckl pflichtete ihm bei. Selbst Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet konnte nicht helfen. Außerdem sollte wegen der Schulkinder unbedingt eine Querungshilfe mit eingeplant werden, forderte Haas. Da bestehe wenig Aussicht auf Erfolg, meinte Heckl. Uli Hattensperger wollte, dass schnell etwas voran geht: „Sonst werde ich den Staatsanwalt beauftragen, die Gemeinde zu verklagen.“ Doch die Kommune sei nicht für die Bundesstraße zuständig, so Heckl. Die Kinder sollten an der Ampel über die Straße gehen. Eine Querungshilfe werde aber geprüft werden.

Zudem gab’s Ehrungen. Ausgezeichnet wurden die Feuerwehrler Roland Kaiser für 25 Jahre und Michael Neheider für 40 Jahre aktives Engagement. Gewürdigt wurden auch die drei besten Stadtradler: Gabi Köller (775 Kilometer), Toni Simetsreiter (760) und Adi Stumper (713). Dieter Metzler

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