Ein Kran fast direkt an ihrer Grundstücksgrenze: Die Nachbarn der Wohnungseigentümergemeinschaft nebenan ärgern sich darüber. 

Rechtliche Schritte eingeleitet 

Riesenkran direkt vor dem Wohnungsgarten: Fronten verhärten sich

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 Die Fronten im Nachbarstreit um den Bebauungsplan Mammendorf Süd verhärten sich. Der Hausverwalter und zugleich Sprecher der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) Münchner Straße 6a teilt mit, dass die WEG inzwischen rechtliche Schritte gegen den Nachbarn eingeleitet hat.

Mammendorf – Im Gemeinderat hatte die WEG einen Teilerfolg errungen: Das Gremium stimmte ihrem Antrag zu, den Baugrenzabstand von fünf auf sechs Meter zu erhöhen. Darauf reagierte der Nachbar verärgert. Er beantragte, den Abstand wieder auf die ursprünglichen fünf Meter zurückzusetzen und warf, nachdem der Gemeinderat dem nicht folgte, dem Gremium eine Ungleichbehandlung vor.

Anschließend nahm der Streit Fahrt auf, als der Nachbar Anfang April den Standort eines Turmdrehkrans von seiner Grundstückswest- an die Ostseite verlegte – und damit direkt zu den Nachbarn. Ebenso platzierte er einen Bauwagen direkt an die Grundstücksgrenze. Die WEG sieht durch die Gerätschaften eine Gefahr. Zudem wird ihr Grundstück verschattet. Und schließlich unterstellt die WEG dem Nachbarn, dies aus reiner Boshaftigkeit gemacht zu haben, nachdem er von ihrem Antrag auf eine größere Abstandsfläche erfahren habe.

Zuvor stand der Drehkran an der Grundstückswestseite etwa 80 bis 100 Meter und der Bauwagen etwa zehn Meter von der Grundstücksgrenze entfernt. Beide Geräte stellten, abgesehen von der optischen Beeinträchtigung bis zum Standortwechsel März/April für die WEG kein Problem dar. Nachdem sich inzwischen aber auch noch ein Seecontainer auf einem Anhänger dazugesellte, der ihnen sozusagen das letzte Licht raubt, befürchtet die WEG einen Dauerzustand. Zu guter Letzt plant der Nachbar auch noch, Komposthaufen an der Grundstücksgrenze zu errichten. 

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