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Das Mammendorfer Windrad.

Maximal-Last

So reagierte das Mammendorfer Windrad auf Orkan Sabine

Sturm Sabine hat nicht nur zahlreiche Schäden hinterlassen. Der starke Wind hat die beiden Windräder der Stadtwerke Fürstenfeldbruck auch an ihre Leistungsgrenze gebracht.

Mammendorf/Fürstenfeldbruck – Fast den ganzen Montag über lag die Leistung bei gut 3000 Kilowatt – praktisch das Maximum. Um 8 Uhr morgens lieferte das Windrad bei Mammendorf aber für eine gute halbe Stunde gar keinen Strom, wie eine Grafik des Unternehmens zeigt. Die Experten vermuten, dass sich die Gondel samt den Flügeln entdrillen musste, erklärt Sprecher Ingmar Jäschke. Das passiert, wenn sich die Gondel wegen wechselnder Windrichtungen zu oft um die eigene Achse gedreht hat. Denn sie ist mit Kabeln mit dem Turm verbunden und kann sich deshalb nicht beliebig oft drehen.

Das Diagramm zeigt deutlich, dass das Windrad gegen 8 Uhr für etwa eine halbe Stunde keinen Strom produzierte.

Gegen 8 Uhr stoppte die Anlage dann und drehte sich mittels eines Motors wieder zurück. Dieser Vorgang spielt sich vollautomatisch ohne menschliches Eingreifen ab, erklärt Jäschke. Strom kann das Windrad während dieser Zeit nicht produzieren. Die Grafik zeigt auch, dass nach der Zwangspause die Stromproduktion innerhalb kurzer Zeit wieder ihr Maximum erreichte.

Gegen 13 Uhr drehte sich das Kraftwerk offenbar kurz aus dem Wind, so dass die Stromproduktion kurz leicht absank. Grund hierfür war wohl eine zu heftige Böe. Den Rest des Tages lief die Anlage dann wieder ohne Störungen weiter. tog

Auch interessant: Neue Chance für die Windkraft durch Änderung der Abstandsflächen zu Drehfunkfeuern.

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