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Ferienprogramm

Spaß-Fünfkampf ist ein Volltreffer

Bei der Leichtathletik-WM in London ringen gerade die Zehnkämpfer um Medaillen. Im Mammendorfer Ortsteil Nannhofen ist der erste Ferien-Spaß-Fünfkampf über die Bühne gegangen. Die Kinder hatten einen lustigen Nachmittag.

Nannhofen – Organisiert wurde die Gaudi vom Schützenverein Grüne Eiche, der sich seit Jahren am Ferienprogramm der Gemeinde Mammendorf beteiligt. Bisher meist in Form eines Sommer-Biathlons: Schießen mit dem Lichtgewehr und Laufeinheiten zwischendurch. Heuer hat sich das Team etwas Neues ausgedacht: den ersten lustigen Fünfkampf. 15 Kinder machten mit. Bisher hatten die Schützen im Ferienprogramm immer nur drei, vier Kinder zu betreuen. Jetzt die Rekord-Teilnahme.

Im Schatten des Schützenheims, früher eine gut besuchte Wirtschaft in dem kleinen Mammendorfer Ortsteil, treffen sich alle. An fünf Stationen durften sich die Teilnehmer messen: Dosenwerfen, Dart-Pfeile-Werfen, Sackhüpfen und eine Denksport-Aufgabe mit Wasser. An der Lichtgewehr-Station war die längste Wartezeit – klar, schließlich wollten die Mädchen und Buben vorher ausgiebig üben an dem für viele doch recht ungewohnten Sportgerät. Außerdem ist das Gewehr schwer. Wuchten, zielen, treffen – alles nicht so einfach.

Philip Roth ist fast ein alter Hase am Lichtgewehr. Der 15-Jährige aus Mammendorf kommt seit Jahren zum Ferienprogramm, wenn die Schützen aus Nannhofen etwas anbieten. Im Verein selber ist er jedoch nicht. Trotzdem trifft er nach einem kurzen Training bei seinen zehn Versuchen satte neun Mal.

Thomas Holzmüller gibt derweil der siebenjährigen Lucia Collingro Tipps für den richtigen Umgang mit dem Lichtgewehr. „Jeder darf vorher probieren, für die meisten ist es ja ganz neu“, erklärt er. „Ach Mensch“, schimpft seine junge Schülerin. Holzmüller kniet sich hinter das Mädchen, hilft beim Ausrichten. „Aber zielen musst du“, sagt er. Der nächste Schuss sitzt – endlich. „Nachladen nicht vergessen“, erinnert Holzmüller.

Grüne-Eiche-Chef Florian Simetsreiter ist am Dart-Stand, Kassier Willi Reitfellner beim Dosenwerfen. Knifflig wird es am Tisch mit Michael Schuster. Der Jugendleiter der Schützen hat eine Karaffe mit Wasser, ein Glas und eine Digitalwaage vor sich. Er schenkt Wasser ins Glas, das kommt auf die Waage. Blick auf die Anzeige und zurück in die Karaffe mit der Flüssigkeit. Nun muss versucht werden, möglichst exakt die gleiche Menge ins Glas zu bringen. Für jede Abweichung im Zehn-Punkte-Schritt gibt es Abzug.

An jeder Station können Punkte gesammelt werden. An diesem Tag gibt es aber für alle Preise und eine Medaille. (gog)

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