Ex-Bürgermeister recherchiert

SPD-Politiker doch in Olching gestorben

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Eine Albert-Roßhaupter-Straße oder einen Platz, der nach dem SPD-Politiker benannt wird, wird es in Mammendorf nicht geben. 

Mammendorf – Auch keine Gedenktafel. Denn der Kämpfer gegen den Nationalsozialismus ist 1949 doch nicht im damaligen Kreiskrankenhaus im Mammendorfer Ortsteil Nannhofen verstorben – sondern in seinem Wohnort in Olching.

Die CSU-Fraktion zog ihren Antrag an den Gemeinderat, eine Straße oder einen Platz nach Roßhaupter zu benennen, deshalb zurück. Grundlage des Vorstoßes war wie berichtet eine Recherche der stellvertretenden CSU-Ortsvorsitzenden Elena Berger gewesen. Sie war in vielen Archiven auf den Sterbeort Nannhofen gestoßen.

Altbürgermeister Johann Thurner (BGM) hat auf eigene Faust recherchiert und kam dabei zu dem Ergebnis, dass Roßhaupter zwar in Nannhofen im Krankenhaus gelegen sei, verstorben ist er aber in Olching. „Die Sterbeurkunde wurde in Olching ausgestellt“, sagte Thurner im Gemeinderat. „Wir haben in unserer Gemeinde keinen Eintrag, aber Olching. Es macht keinen Sinn, in Mammendorf an ihn zu erinnern, nur weil er hier mal kurz im Krankenhaus lag.“

Thurner hat bereits die Internet-Enzyklopädie Wikipedia angeschrieben: Man solle den falsch genannten Sterbeort abändern. Bisher sei das aber noch nicht geschehen. Immerhin hat Thurner erreicht, dass zumindest in der Liste über die Bayerischen Abgeordneten der Sterbeort korrigiert wurde.

Bürgermeister Josef Heckl (BGM) betonte, Roßhaupters Verdienste seien unbestritten. Aber, wie Vize-Bürgermeister Peter Muck (CSU) sagte und damit den Antrag der Fraktion zurückzog: „Er ist weder hier geboren, noch hat er hier gelebt. Und er ist weder hier gestorben noch begraben.“  dm

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