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Sporthalle wird barrierefrei – aber wohin mit dem Aufzug?

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Wenn der Aufzug steckenbleibt: Immer auf den Fachmann warten
Beispielfoto © dpa-tmn / DEKRA

Die alte Schulsporthalle der Dorothea-von-Haldenberg-Schule soll barrierefrei erreichbar werden.

Mammendorf –  Auch die Sporthallenprallwände müssen erneuert werden, um Verletzungen zu vermeiden und an den Toren und Stirnwänden die neuesten Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Während der Gemeinderat bei den Prallwänden keinen Diskussionsbedarf sah, war er sich über den Standort des Aufzugs uneinig.

Mit dem Lift gelangt man barrierefrei zu den beiden Klassenzimmern und der Zuschauertribüne im ersten Obergeschoss. Letztlich ergaben sich bei der kontrovers geführten Diskussion vier Varianten für den Standort. Einen Aufzug im Foyer lehnen die Sportvereine ab, weil dieses bei Veranstaltungen als Aufenthaltsort benutzt wird.

Aber auch die auf die Schnelle überlegte Alternative direkt zwischen dem Treppenaufgang zum ersten Stock und dem Gang zu den Umkleidekabinen fand kaum Zuspruch im Rat. Insbesondere im Obergeschoss würde das Sichtfeld von der Tribüne in die Halle eingeschränkt werden. Während Anton Fasching (BGM) die geringe Sichteinschränkung für nicht so gravierend hielt und vorschlug, die Treppe ein wenig schmäler zu machen, erhob Stefan Bauer (FW) Bedenken aufgrund freizuhaltender Fluchtwege. Er schlug vor, den Aufzug außerhalb der Halle anzubringen. Das wäre mit einem erhöhten Kostenaufwand verbunden, gab Bürgermeister Josef Heckl (BGM) zu bedenken. Dennoch hielt Bauer an seinem Vorschlag fest. Der Architekt sollte die Kosten überschlägig durchkalkulieren.

Florian Simetsreiter (BGM) brachte anstelle des Betonschachts eine Glaskonstruktion ins Spiel. „Das würde die Sache im Obergeschoss schon wesentlich freundlicher ausschauen lassen.“ Thomas Holzmüller (FW) schlug vor, die Eingangstür des Foyers zu versetzen und den Aufzug linkerhand des Eingangsbereichs zu errichten.

Am Ende der Diskussion folgte das Gremium dem Vorschlag von Bürgermeister Heckl, dass sich zunächst der Bauausschuss noch einmal mit dem Architekten sowie dem Aufzugsbauer vor Ort trifft, die verschiedenen Varianten nochmals prüft und dabei auch die Kosten ermittelt. Da das Thema dringlich ist, stimmte der Rat jedoch der Vergabe der Architektenleistungen zu – das Architekturbüro war bislang nur mündlich beauftragt.

Die Kosten für die Maßnahmen belaufen sich auf rund 430 000 Euro. Die Regierung von Oberbayern fördert das Projekt mit 280 000 Euro. Das Planungsverfahren läuft parallel zum Förderantrag, so dass mit dem Bau im Sommer 2019 begonnen werden kann. 

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