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Suchen noch Ideen (v.l.) : Thomas Ulbricht, Gertraud Stampfl und Thomas Auer. 

In Mammendorf

Stiftung will Jugend und Alte unterstützen

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Im Februar wurde die Helmut-und-Gertraud-Stampfl-Stiftung mit Sitz in Mammendorf gegründet. Das Kapital soll vor allem in der Jugend- und Altenhilfe eingesetzt werden. Aber auch im Tierschutz soll geholfen werden.

MammendorfDie Idee des kinderlosen Münchner Ehepaares, ihr Vermögen in eine Stiftung einfließen zu lassen, entstand schon wesentlich früher. Weil der 72-jährige Helmut Stampfl mitten in den Planungen im November des vergangenen Jahres überraschend verstarb, hat sich die Gründung der Stiftung um einige Monate verschoben. „Das hat die Angelegenheit ein wenig kompliziert und verzögert. Nach vielen Bank-, Notar- und Behördengängen konnten wir aber die Anerkennungsurkunde der Regierung von Oberbayern in Empfang nehmen“, berichtet der Vermögensverwalter Thomas Ulbricht aus Mammendorf, der mit Gertraud Stampfl sowie dem Münchner Rechtsanwalt Thomas Auer den Stiftungs-Vorstand bildet.

Als Stiftungsschwerpunkt liegen dem Ehepaar Stampfl, das rund sechs Millionen Euro als Grundkapital in die private Stiftung einbringt, die Unterstützung in der Jugend- und Altenhilfe am Herzen. „So wollen wir hilfsbedürftigen älteren Menschen helfen, die sich mit einer kargen Rente durchs Leben schlagen müssen und denen es finanziell nicht so gut geht wie uns“, sagt Gertraud Stampfl. Oder auch traumatisierten Jugendlichen. Das war ihrem verstorbenen Mann besonders wichtig.

Darüber hinaus schlug das Herz von Helmut Stampfl für Tiere, vor allem die Rettungshunde hatten es ihm angetan. So möchte die Stiftung auch den Tierschutz unterstützen.

„Wir glauben, dass wir aufgrund unserer Berufe gut aufgestellt sind, um so etwas zu stemmen“, meint Rechtsanwalt Thomas Auer. Den Sitz der Stiftung habe man aus pragmatischen Gründen nach Mammendorf gelegt, weil Thomas Ulbricht als Banker und Vermögensverwalter hier zuhause ist. „Wir stürzen uns jetzt erst einmal in die Stiftungsarbeit“, schildert Ulbricht die Aufgaben der nächsten Monate. Mit dem Grundkapital sollen zusätzliche Kapitalerträge erwirtschaftet werden.

Aber gleichzeitig sucht die Stiftung nach weiteren Geldgebern und nach Ideen, welche Projekte sie unterstützen könnte. „Neben Spenden wären natürlich Zustiftungen ideal, die langfristig unsere gemeinnützige Stiftung unterstützen“, sagt Ulbricht. Immer noch wüssten nur die wenigsten darüber Bescheid, dass man auch testamentarisch, also im Todesfall, festlegen könne, dass der Nachlass in eine Stiftung eingehen könne, ergänzt Auer.

Auch überlegt man im Vorstand, ob man nicht ein eigenes Projekt initiieren sollte. „Man müsste etwas finden, was noch nicht auf dem Markt vertreten ist“, meint Auer. Die meisten Stiftungen fördern die Kunst, die Kultur, die Bildung, aber nur wenige würden sich der Menschen annehmen, die Hilfe benötigen. „Unsere Aufgabe ist es jetzt, nicht stehen zu bleiben, sondern etwas daraus zu machen.“ Über die Förderung von bestehenden Projekten hofft Auer, dass man vielleicht auch eines Tages in ein eigenes Projekt hineinwächst.

Mehr Infos

gibt es auch im Internet auf der Seite www.hugs-stiftung.de.

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