Sie haben 900 Nachwuchsfußballer und 250 Bereuer gut im Griff: Johannes Eberle, Stefan Thurner, Forian Simetsreiter, Simone Schwellinge, Nikola Wex (oben v.l.) und Christiph Zauser (sitzend) waren beim Pfingstturnier vier Tage lang gefordert.

SV Mammendorf

Die Macher des Fußball-Pfingstturniers

Mammendorf - 900 Nachwuchsfußballer und 250 Betreuer waren beim Pfingsturnier in Mammendorf dabei. Organisiert wird das Spektakel vom SV Mammendorf. Weit über den Landkreis hinaus gilt der Verein als Spezialist für große Aufgaben.

Die Köniuginnen vom Kuchenbuffet: Anja, Christine und Tanja sorgten gut gelaunt für süßen Nachschub.

Ins Wasser gefallen ist nur die Eröffnungsfeier des Pfingstturniers. „Da war einfach zu viel Regen“, erkärt Stefan Thurner, Gesamtjugendleiter des SV Mammendorf und zuständig für die Organisation von Turnieren. Ansonsten war das eher nasskalte Wetter kein Problem. Die Gummistiefel waren bei den jungen Fußballern ebenso mit im Gepäck wie die Regenklamotten. „Jeder Verein war gut auf das Wetter eingestellt“, lobt Stefan Thurner. Aus dessen Mund ist das Ritterschlag und Anerkennung für die Teilnehmer. Zugleich ist es ein klares Zeichen dafür, dass Organisationstalent und Arbeitsaufwand des SVM auf die kickenden Gäste des Pfingstturniers, das heuer zum 49. Mal stattfand, abgefärbt haben.

Viele Vereine haben ihre Zelte selbst mitgebracht und aufgebaut. Doch für die Macher des SVM bleibt noch genug zu tun. In aller Herrgottsfrühe Hackschnitzel besorgen zum Beispiel, um dem Matsch vor den Zelten Herr zu werden. „Das bestellen wir schon vorsorglich bei einem Bauern vor“, erklärt Thurner. Wenn das Turnier im Laufen sei, könne man nicht mehr lange herumtelefonieren. „Da muss schnell gehandelt werden.“ So gesehen hätten die Hackschnitzel dazu beigetragen, dass die Teilnehmer zufrieden sind, schmunzelt Thurner.

Da ist es fast eine glückliche Fügung, dass die erste Mannschaft spielfrei war und die zweite Mannschaft schon am Samstag antreten musste. „Selbstverständlich hilft die ganze Fußballabteilung mit, der ganze Verein“, betont auch Robert Böck, Manager der beiden Herrenmannschaften. Das ist auch notwendig, denn das Pfingstturnier fordert den SVM gewissermaßen auch im Logistik- und Versorgungsbereich.

Wer ein Zelt aufstellen will, muss das bereits bei der Anmeldung angeben. „Wir müssen das dann noch wie auf einem Campingplatz organisieren, die Stellplätze einteilen“, erklärt Thurner. Und Campingplatz wie Fußballgelände wollen versorgt sein. „Mal so Semmeln belegen, ist nicht“, betont Thurner. Wer zur Frühschicht eingeteilt ist, muss um sechs Uhr auf der Matte stehen. Nur so kann das Frühstück pünktlich um 7.30 Uhr angeboten werden. Und wer die letzten durstigen Kehlen unter den Trainern und Eltern zu betreuen hat, muss bis zum Schankschluss um 24 Uhr standhaft bleiben. Rein mit der Zahl der Mitglieder, die damit beschäftigt sind, könnte der SV Mammendorf ein Hotel betreiben. Thurner hat es zusammengezählt. „Von der Theke bis zur Spüle sind es 120.“

Dazu kommen noch Leute wie etwa Vereins-Urgestein Adi Stumper, der an einem der drei Zugänge darauf achtet, dass der Eintritt bezahlt wird. „Das Turnier ist schon eine große Aufgabe. Da hilft man gerne mit.“ Es sei auch eine Freude, den jungen Fußballern zuzusehen.

Die werden auch beim großen Finale des Merkur CUP am 16. Juli in Mammendorf zu sehen sein – die besten acht E-Junioren-Mannschaften aus Oberbayern. Bereits seit langem hatte Thurner gesagt: „Für den Merkur CUP sind wir stets zu haben.“ Kreisfinals haben die Mammendorfer bereits des öfteren ausgetragen. „Die haben solche Turniere im Kreuz“, weiß Walter Huppmann, Junioren-Spielleiter der Gruppe Nord im Kreis Zugspitze. Den anerkennenden Worten schloss sich immer wieder auch Uwe Vaders an, der Leiter des Merkur CUP.

Beim SV Mammendorf ist man allerdings selbstbewusst genug, das Pfingstturnier nicht als Generalprobe für das Großereignis Mitte Juli sehen zu müssen. „Die Erfahrung macht schon, dass wir gut gerüstet sind.“ Zudem sei der Merkur CUP kompakter, weil sich im Gegensatz zum Pfingstturnier das sportliche Geschehen nur auf dem Hauptplatz abspielen werde und man sich auf diesen einzigen Tag konzentrieren könne. Dennoch freut man sich beim SVM über das Vertrauen. „Das große Finale ist für den Verein ein ganz besonderer Tag“, betont Thurner.

von Hans Kürzl

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