Erweiterung des Verwaltungsgebäudes 

Untermieter im neuen Rathaus?

Mammendorf – Rund fünf Millionen kostet die Erweiterung des Gebäudes der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf. Da Räumlichkeiten im neuen Haus leer stehen könnten, will eine Mehrheit der Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung Räume untervermieten.

Grund für die Erweiterung ist vor allem, dass es im aktuellen Gebäude an Platz mangelt und es daher kaum Spielraum gibt für Personalentscheidungen. „Es ist gut, dass wir Reserven haben“, sagte der Oberschweinbacher Bürgermeister Norbert Riepl (DG Oberschweinbach/CSU).

Gleichwohl kam die Frage auf, wie leer stehende Räume genutzt werden könnten.

Acht Gemeinden sind Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf. Mit 21:6 Stimmen entschied sich die Gemeinschaftsversammlung dafür, die Möglichkeiten einer Untervermietung und deren Sicherheitsstandards durch den Architekten prüfen zu lassen. Bis zum Abschluss der Erweiterung sollte eine konkrete Nutzung nachgewiesen sein.

Johannes Heitler (DG Oberschweinbach/CSU) etwa schlug vor: „Man könnte solche Räume zum Beispiel an die Volkshochschule vermieten.“ Das stieß allerdings auf Widerspruch. Mittelstettens Bürgermeister Andreas Spörl (CSU) lehnte den Vorschlag mit Hinweis auf den Datenschutz deutlich ab. „Wir arbeiten mit sensiblen Daten. Wenn daneben eine andere Einrichtung arbeiten würde, hätte ich ziemlich Bauchschmerzen.“ Zudem müsse man noch unterschiedliche Öffnungszeiten oder eigene Zugänge für solche Untermieter ins Auge fassen, so Spörl.

Mammendorfs Bürgermeister Josef Heckl (BG Mammendorf), gleichzeitig Vorsitzender der Gemeinschaftsversammlung, teilte die Bedenken wegen der Sicherheit. Seine Landsberieder Amtskollegin Andrea Schweitzer (FW Einigkeit) wies zudem auf den Nutzen solcher Untervermietungen hin, der ihrer Ansicht nach eher gering sei. „Die möglichen Kandidaten werden nicht besonders finanzkräftig sein“, sagte Schweitzer.

Ähnlich sah das Mammendorfs Ex-Bürgermeister Johann Thurner (DG Mammendorf). Eine große Nachfrage werde es wohl nicht geben, sagt er. „Dennoch sollte man über den Vorschlag nachdenken.“ Dem pflichtete Werner Zauser (FW Mammendorf) bei. „Verwaltungsnahe Zwecke seien vorstellbar“, so Zauser. Was das konkret heißen soll, sagte er allerdings nicht. (dm)

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