Haushalt 2017

Viele Großprojekte: Mammendorf nimmt Kredit auf

 Der Haushalt für 2017 steht. Nachdem die Gemeinde im Vorjahr erstmals die Zehn-Millionen-Euro-Grenze geknackt hatte, steigt das Volumen nun nochmals, wie Bürgermeister Josef Heckl (BGM) im Gemeinderat sagte. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 10,8 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt auf 5,4 Millionen Euro.

Mammendorf –Heckl sagte, im Hinblick auf die vielen Infrastrukturmaßnahmen stehe die Gemeinde vor Herausforderungen. Er sei zuversichtlich, dass man das stemme.

Bei der Gewerbesteuer wird – nach Rekordeinnahmen von 2,8 Millionen Euro im Vorjahr – heuer mit 2,5 Millionen Euro kalkuliert. Aufgrund der guten Wirtschaftslage rechnet die Gemeinde für heuer mit einem weiteren Anstieg der Einkommenssteuer auf 3,4 Millionen Euro. „Das ist auch notwendig“, sagte Heckl, um die großen Vorhaben finanzieren zu können. Insgesamt machen die Einnahmen aus der Gewerbe- und Einkommensteuer mehr als 50 Prozent des Verwaltungshaushalts aus.

Die Einnahmen aus den Kindertageseinrichtungen mit den staatlichen Zuschüssen als drittgrößte Einnahme betragen zwar über eine Million Euro, reichen aber bei weitem nicht aus: Die Kitas müssen mit über 800 000 Euro bezuschusst werden. Mit der Gebührenerhöhung zum September 2016 habe man das Defizit nur bedingt verringern können.

Trotz einer Senkung der Kreisumlage von 49,9 Prozent auf 49,7 Prozent muss die Gemeinde 175 000 Euro mehr an den Landkreis abführen. Die Umlage erreicht für die Gemeinde einen neuen Rekordwert und stellt nach wie vor die höchste Ausgabe im Verwaltungshaushalt dar. Der zweitgrößte Posten sind die Ausgaben für die Kindestageseinrichtungen. Kinderbetreuung werde immer teurer, so Heckl. Einerseits spielen die steigenden Personalkosten eine Rolle, andererseits drehe der Staat ständig an der Schraube.

Als erfreulich bezeichnete Heckl die 1,1-Millionen-Euro-Zuführung zum Vermögenshaushalt. In den vergangenen zwei Jahren hatte der Überschuss aus dem Verwaltungshaushalt noch jeweils 1,7 Millionen Euro betragen. Und auch im gesamten Finanzzeitraum bis 2020 werde die Eins vor dem Komma stehen, meinte Heckl. Diese Einnahmen seien ein wichtiger Baustein, um Investitionen zu tätigen. Denn es kommen eine Reihe von Großprojekten auf die Gemeinde zu: Planungskosten für die Erweiterung des VG-Gebäudes, der Bau der Schulturnhalle, Planungskosten für den Neubau eines Kinderhauses, Sanierung der Mehrzweckhalle mit Einbau eines Aufzugs, Kosten für den Neubau des Büro- und Platzwartgebäudes auf dem Sportgelände, Umbau der Umkleiden, Erwerb von Grundstücksflächen, Breitbanderschließung, Straßenbaumaßnahmen.

Ende 2016 betrugen die Rücklagen 3,8 Millionen Euro. Für heuer ist eine Entnahme von zwei Millionen Euro geplant. Ab 2020 soll jedoch wieder eine Zuführung bei den Rücklagen erfolgen.

Mammendorfs Schulden belaufen sich auf 1,5 Millionen und werden aufgrund einer Kreditaufnahme von einer Million Euro am Ende des Haushaltsjahrs 2,3 Millionen Euro betragen, da die jährliche Kredittilgung in Höhe von 200 000 Euro fortbesteht. Zu dem neuen Kredit habe man sich aufgrund der günstigen Zinsbedingungen entschlossen. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt damit von 329 Euro auf 500 Euro, bewegt sich aber immer noch deutlich unter dem Landesdurchschnitt (687 Euro). (Dieter Metzler)

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