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Das ehemalige Klostergebä ude wird abgerissen – für eine Tiefgarage. Das Kreuz bekommt eine neue Heimat. 

Abriss in der Ortsmitte 

Vom ehemaligen Klostergebäude bleibt nur das Kreuz übrig

 Der Bürokomplex der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf in der Ortsmitte wird erweitert. 

Mammendorf –Da die Tiefgarage des Neubaus auf dem Gelände des ehemaligen Klosters errichtet wird, muss das alte Klostergebäude an der Augsburger Straße abgerissen werden. Zumindest ein altes Kreuz soll gerettet werden.

Der Gemeinde gehört das Grundstück. Bauherr des Bürohauses ist aber die VG mit ihren acht Gemeinden. Daher musste der Mammendorfer Gemeinderat der VG das Recht zur Errichtung der Tiefgarage einräumen – und den Abriss erlauben. Das geschah einstimmig. Altbürgermeister Johann Thurner (BGM) lag aber am Herzen, das auf dem Grundstück stehende Kreuz zu versetzen sowie eine Gedenktafel aus Bronze über die Geschichte des Klostergebäudes zu errichten. „Dazu haben wir eine moralische Verpflichtung“, sagte Thurner.

Kreuz und Tafel sollten später gemeinsam eine neue Heimat finden: Vorzugsweise dort, wo die ehemalige Madonna stand – östlich vom alten Schulgebäude. Die Figur hatten die Armen Klosterschwestern nach ihrem Umzug nach Adelshofen mitgenommen. „Den Platz halte ich für am geeignetsten“, sagte Thurner. Hier bestehe ein enger Zusammenhang mit den Klosterschwestern. Thomas Holzmüller (FW) schlug vor, Kreuz und Tafel auf den neu entstehenden Dorfplatz zu setzen. Das sei auch sein Gedanke gewesen, meinte Bürgermeister Josef Heckl (BGM).

Jugendreferent Stefan Bauer (FW) erinnerte daran, für die Jugend, die aus dem Gebäude raus muss, Alternativen zu schaffen. Neben den Jugendlichen, die dort einen Treffpunkt haben, beherbergt das Gebäude ein Bestattungsunternehmen und wird von der Gemeinde als Obdachlosenunterkunft genutzt. Die Volkshochschule ist schon ausgezogen und hat ihr Domizil im neuen Gebäude am SV-Sportplatz bezogen.

Das alte Klostergebäude, das im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Renovierungen erlebte und sich deshalb nicht als denkmalschutzwürdig eignet, hatte der Mammendorfer Besitzer der Unteren Mühle, Michael Aumüller, im Jahre 1876 gekauft. Damals war es ein klassischer Bauernhof mit Wohngebäude und Scheune.

Aumüllers sehnlichster Wunsch, daraus eine Mädchenschule zu machen, verwirklichte sich, als er das Gebäude 1891 den Armen Klosterschwestern schenkte. Doch bis dann tatsächlich Unterricht für alle Mammendorfer Mädchen abgehalten werden konnte, vergingen drei Jahre. In der Zeit wurde das Gebäude als Kleinkinderbewahranstalt (Kindergarten) genutzt. Dieter Metzler

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