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Mittel aus Bundesprogramm

Mammendorf will mehr Geld vom Staat

Mammendorf - Mammendorf unternimmt einen neuen Anlauf, in ein Programm der Städtebauförderung zu kommen. Mit dem Geld könnte viel umgebaut werden, etwa das Jugendzentrum und das Schambergerhaus.

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, einen Aufnahmeantrag an zu stellen – für eine Förderung innerhalb der Bundesprogramme „Soziale Stadt“ und „Kleinere Städte und Gemeinden“. Und das, obwohl Mammendorf 2014 mit einem ähnlichen Antrag gescheitert war.

Damals hatte man zwei Millionen Euro aus dem Topf des bayerischen Städtebauförderungsprogramms, verteilt auf die Jahre 2015 bis 2018, für den Bereich von der Nikolauskirche bis zur Abzweigung B 2/Bahnhofstraße beantragt, erinnerte Bürgermeister Josef Heckl (BGM) die Ratsmitglieder. Doch das wurde abschlägig beschieden. „Das war sehr ärgerlich“, sagte Heckl. Zumal die Regierung kräftig die Werbetrommel für die Städtebauförderung gerührt, wohl aber nicht mit so vielen Anträgen gerechnet hatte. Das bayerische Städtebauförderungsprogramm sei inzwischen so unterfinanziert, dass eine Antragstellung derzeit kaum Aussicht auf Erfolg verspreche.

Zusammenarbeit mit Althegnenberg?

Doch eine Vertreterin der Regierung von Oberbayern hatte vor zwei Monaten bei einer Besprechung in der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf Fördermöglichkeiten über die Programme des Bundes aufgezeigt – daher wagt Mammendorf dort einen Vorstoß. So möchte die Gemeinde aus dem Programm „Soziale Stadt“ insgesamt drei Millionen Euro abgreifen, für 2017 zunächst 140 000 Euro.

Gefördert werden sollen damit der Umbau des alten Schulhauses in eine Jugendbegegnungsstätte mit dem Anbau eines Aufzuges, um Barrierefreiheit für das gesamte Gebäude (Jugend, Bücherei, Musikschule und zwei Grundschulklassen) zu erreichen. Mit aufgenommen wurden auch der Umbau des historischen Schambergerhauses für öffentliche und soziale Zwecke, die Gestaltung eines Dorfplatzes vor dem Rathaus sowie die Neugestaltung öffentlicher Plätze im Bereich der Ortsmitte.

Eine Aufnahme ins Bundesprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ ist dagegen nur in interkommunaler Zusammenarbeit mit mindestens einer weiteren Kommune des ländlichen Raumes möglich, da Mammendorf nach dem Landesentwicklungsprogramm dem Verdichtungsraum zuzuordnen ist. Man könne sich eine Zusammenarbeit mit Althegnenberg vorstellen, so Heckl. Beide Kommunen haben vorsorglich einen Antrag gestellt.

Thomas Holzmüller (FW) fragte, ob die Gemeinde bei einer Förderzusage verpflichtet sei, die Maßnahme dann auch durchzuführen. Und er wollte wissen, ob mit höheren Kosten zu rechnen sei. Die Konzeption werde wohl teurer, so Heckl, weil man statt einem Planer zwei oder drei haben werde. Die Maßnahmen an sich sollten aber nicht zwangsläufig mit Mehrkosten verbunden sein. Heckls Fazit zur Förderung: „Es lohnt sich auf jeden Fall.“

Stefan Bauer (FW) wies darauf hin, dass es noch andere Förderungstöpfe gebe, etwa bei der Maßnahme zur Barrierefreiheit. Man sollte prüfen, ob man sich diese Möglichkeiten nicht verbaue.

Von Dieter Metzler

Rubriklistenbild: © dpa

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