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Das Windrad auf Mammendorfer Flur.

Interkommunaler Teilflächennutzungsplan

Mammendorfer Plädoyer für die Windkraft

Mammendorf – Die Gemeinde will weiter auf Windenergie setzen. Die Räte votierten dafür, den interkommunalen Teilflächennutzungsplan für Windräder fortzuführen.

Man habe mit dem Windrad, an dem die Gemeinde mit 30 Prozent beteiligt ist, nur positive Erfahrungen gemacht, betonte Bürgermeister Josef Heckl (BGM): „Es läuft gut.“ Auf jeden Fall möchte die Gemeinde, dass die bisherigen Konzentrationsflächen im Nordwesten von Mammendorf in Richtung Jesenwang unverändert bleiben.

Die Gemeinde möchte sich die Möglichkeit offen lassen, den Mindestabstand beim Bau von Windrädern unterschreiten zu können. Dabei ist der Teilflächennutzungsplan als vorbereitender Bauleitplan notwendig, damit die Gemeinde hieraus anschließend kommunale Bebauungspläne entwickeln kann. Diese könnten dann das Baurecht für Windenergieanlagen schaffen, die den 10-H-Mindestabstand unterschreiten.

In der Sitzung appellierten die Gemeinderäte an andere Gremien, insbesondere die innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft (VG), die Fortsetzung der Planung als eine Chance zu sehen: die Energiewende zu schaffen und die Sicherheit zu haben, nur dort Windräder zu bauen, wo man sie auch haben will. Umweltreferent Werner Zauser (FW) betonte: „Wir sollten den Solidargedanken nicht gleich verwerfen. Das heißt ja noch lange nicht, dass ein Windrad gebaut wird.“

„Von uns geht im VG-Bereich eine Signalwirkung aus. Wir können die Energiewende aber nicht allein auf Mammendorfer Gebiet stemmen“, sagte Stefan Bauer (FW). „Die anderen Gemeinden müssen erkennen, dass sie mitarbeiten müssen, damit wir unser Ziel erreichen.“ Er schlug vor, Althegnenberg und Moorenweis aufzufordern, wieder einzusteigen.

Heckl konnte die negativen Beschlüsse in Moorenweis (das viele Konzentrationsflächen abbekommen hatte) und Althegnenberg (das sich in seiner Entwicklung eingeschränkt sah) nachvollziehen. Altbürgermeister Johann Thurner (BGM) sprang ihm bei: „60 Prozent der ausgewiesenen Flächen für Windkraft im Landkreis befanden sich auf Moorenweiser Flur. Das wäre auch euch zu viel.“

von Dieter Metzler

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