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Auf, in und über dem Wasser suchten die Rettungskräfte - vergeblich. Die Suche wurde am Dienstagabend abgebrochen.

Dramatischer Großeinsatz

Mann nach Badeunfall in Amper vermisst

Grafrath - Wasserwacht, Feuerwehr, Polizei – alle hatten Dienstagabend nur ein Ziel: Die Heubrücke in Grafrath. Dort war ein Mann in die Amper gefallen und von der Strömung erfasst worden. Es begann eine dramatische Suche.

Alles deutet auf ein tragisches Unglück hin. Der Inder arbeitet bei einem Pizza-Lieferservice in Ampernähe und kennt sich in der Gegend nicht aus. Mit Kollegen war er gegen 16.30 Uhr am Flussufer. Bei der Hitze erfrischten sie sich und badeten in der Amper. Einige der Männer waren schlechte Schwimmer – auch der 35-Jährige. Er war mit der Jeans im Wasser.

Plötzlich wurde er von der Strömung mitgerissen. Sein Kopf tauchte unter. Die Kollegen waren völlig geschockt. Ein Kajakfahrer versuchte noch, den Inder zu erreichen, um ihn zu retten. Er schaffte es nicht. Der Mann trieb unweigerlich ab.

Die Amper führt nach den Überschwemmungen sehr viel Wasser und ist ungewöhnlich reißend. Nun konnten nur noch die Profis helfen. Die Augenzeugen des Unglücks schlugen Alarm. Die Rettungsmaschinerie rollte an. Die Wasserwacht suchte mit Booten den Fluss ab. Ein Hubschrauber kreiste über dem Gebiet, konnte aber von oben auch keine Spur des Vermissten entdecken.

Ralph Westenrieder, Kreischef der Wasserwacht erklärt das Problem: „Die Strömung ist stark, das Wasser getrübt, die Sicht sehr schlecht.“ Also drehte der Helikopter unverrichteter Dinge wieder ab.

Die Feuerwehr postierte am Beginn des Amperstausees in Schöngeising eine Drehleiter. Sie wurde möglichst weit über das Wasser geschoben. Ein Feuerwehrmann stand auf der Rettungsplattform – er hielt Ausschau und sollte so schnell wie möglich eingreifen, falls der Vermisste bis hierher vom Fluss mitgerissen worden wäre. Er wartete vergeblich.

In Grafrath wurde inzwischen die Heubrücke gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet. Je länger die Suche dauerte, desto mehr schwand die Hoffnung, auf ein gutes Ende. „Es bleibt nichts als Weitersuchen“, sagte Ralph Westenrieder, der den Großeinsatz leitete und koordinierte. Schließlich machten sich Rettungstaucher bereit. Doch unter Wasser hatten sie dann das gleiche Problem wie der Hubschrauber in der Luft: trübes Wasser, kaum Sicht. Die Kollegen des Vermissten wurden inzwischen von einem Kriseninterventionsteam betreute. Am Abend resignierten die Retter: Die Suche wurde abgebrochen.

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