Margaretenweg: Bürgerproteste verhindern Doppelhäuser

Gröbenzell - Die Proteste waren erfolgreich: Im Margaretenweg 7 werden nun keine zwei Doppelhäuser gebaut, sondern nur ein Mehrfamilienhaus. Doch auch das passt einigen Anwohnern nicht.

In dem Mehrfamilienhaus sollen je nach Wohnungsgröße mindestens acht Wohneinheiten entstehen. Dafür muss natürlich in die Höhe gebaut werden. Das Gebäude bekommt also ein Erdgeschoss, einen ersten Stock und ein Dachgeschoss. Bei den beiden Doppelhäusern wäre ein Obergeschoss aber nicht nötig. Dafür würden diese aber mehr Boden versiegeln. Der Gemeinderat hat die Verwaltung einstimmig beantragt den Bebauungsplan dahingehend zu ändern, dass das Mehrfamilienhaus errichtet werden kann. Frieden ist damit im Bereich Margaretenweg und Heidestraße wohl aber nicht eingekehrt. Denn es kündigen sich bereits neue Proteste an. Dieses Mal aus dem Margaretenweg.

Eine Änderung des Bebauungsplanes für das Grundstück Margaretenweg 7 war notwendig geworden, da der Eigentümer dort zwei Doppelhäuser errichten wollte. Der Platz, der ihm dafür laut Baurecht zusteht, war aber im Bebauungsplan nicht vorgesehen. Der Gemeinderat änderte deshalb den Plan. Doch Anwohner aus der Heidestraße liefen dagegen Sturm. Darunter auch Edeltraud Mierau-Bähr, die die Nachverdichtung und die massive Verdichtung und Bodenversiegelung heftig kritisiert.

Diese Kritik wies Investor Rolf Willems zurück: Die Doppelhäuser seien „die optimale Lösung.“ Ein Bau mit Erdgeschoss, erstem Stock und Dachgeschoß passe nicht in die Gegend. Doch Bürgermeister Dieter Rubenbauer (CSU) machte Willems klar, dass die Gemeinde zwar verpflichtet sei ihm soviel Platz zur Vefügung zu stellen, dass er sein Baurecht ausüben könne. Er habe aber keinen Rechtsanspruch auf zwei Doppelhäuser. Es bleibe der Kommune überlassen, was sie dort zulasse.

Eine Frau, die Interesse an einem der beiden Doppelhäuser hatte, bezeichnete die Entscheidung des Rates „als sehr traurig“. Zumal während der Auslegung der Bebauungsplanänderung keinerlei Einwände bei der Gemeinde eingegangen waren.

Die Gemeinderäte waren sich dann einig, die Doppelhäuser nicht zuzulassen. Mehrere forderten aber eine Grundsatzentscheidung.

„Grün zu erhalten, geht nur, wenn wir in die Höhe gehen“, sagte Markus Rainer (Grüne). Ein Margaretenweg-Anwohner kündigte aber bereits an, dass er gegen die neue Planung Einspruch einlegen werde. Martin Runge (Grüne) mahnte „acht Wohneinheiten bedeutet sehr viele Autos“. „Das ist für eine Sackgasse sehr belastend“, fand Martin Schäfer (UWG). Um den Bürgern zu verdeutlichen wie die Bebauung des Grundstücks Margaretenweg 7 eines Tages ausschauen könnte, werden nun im Rathaus Modelle gefertigt: eines mit einer Bebauung mit zwei Doppelhäusern, ein anderes mit einem Mehrfamilienhaus.

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