Areal in Babenried

Marodes Gemeindehaus wird wohl abgerissen

Landsberied – Das marode Gemeindegebäude in Babenried wird wohl abgerissen und neu gebaut. Nachdem der Gemeinderat mehrere Meinungen eingeholt hatte, beschloss das Gremium, einen Bebauungsplan auf den Weg zu bringen.

Die alte Hofstelle, die seit 20 Jahren im Besitz der Gemeinde ist und in der zwei Mieter leben, ist in einem so schlechten Zustand, dass sich Sanierungsmaßnahmen nicht mehr lohnen würden, das hatte schon der Liegenschaftsausschuss festgestellt. Der Gemeinde-Wohnraum soll aber auf alle Fälle erhalten bleiben. Deswegen besichtigte man das Grundstück mit Kreisbaumeisterin Reinlinde Leitz und ließ sich von einem Architekten einen ersten groben Entwurf erstellen.

Befürchtungen wegen einem möglichen Denkmalschutz brauche man nicht zu haben, kam dabei unter anderem heraus. Beide Experten rieten aber zur Aufstellung eines Bebauungsplanes. Dies hat laut Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FWE) zwei Vorzüge: „Wir haben dann unsere Vorstellungen genau fixiert.“ Und sobald ein solcher Plan stehe, könne man im Freistellungsverfahren zügig die Vorstellungen verwirklichen. Die Ratsmitglieder stimmten dem zu.

Man könne so bestimmen, wie man das Grundstück in Zukunft haben wolle, sagte Johannes Trischberger (CSU/WDG). Fraktionskollege Hubert Ficker meinte: „Wenn der Bebauungsplan steht, haben wir zeitlich alles in der Hand.“ Nur Hans Märkl (Grüne) sah es anders: „Ich weiß nicht, ob das sein muss, dass man einen Bebauungsplan macht.“ Denn das Vorhaben könne auch über die Ortsabrundungssatzung geregelt werden. Trischberger antwortete, die Ortsabrundungssatzung sei im Gegensatz zum Bebauungsplan „zu weich“ und gebe damit Potenzial zum Streit oder zur Diskussion. Zudem sei durch den Plan sichergestellt, dass man das Maximale an Wert heraushole: „Wir wollen ja das Grundstück in voller Gänze auswerten.“ Außerdem sei noch nicht geklärt, in welcher Form das Bauprojekt verwirklicht werde: ob allein von der Gemeinde oder auch mit Beteiligung anderer Partner.

Noch keine Informationen gibt es zu möglichen Fördermitteln. Zu einem Wohnungsbauprogramm des Freistaates in diesem Jahr hat auch das Landratsamt noch keine Richtlinien oder Bedingungen. Ficker war sich aber sicher: „Es ist ein sehr guter Zeitpunkt, sich hinter die Sache zu klemmen.“ Bei der aktuellen Diskussion über Wohnraummangel habe man in der Zuschussfrage sicher gute Karten. (fd)

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