Wettbewerb

Mathe-Fans aus ganz Europa im Wettstreit

Fürstenfeldbruck – 36 Schüler, sechs Nationen, ein Wettbewerb: Für das Projekt „Maths Together“ besuchen Schüler aus Großbritannien, Frankreich, Ungarn, Italien und Polen das Viscardi-Gymnasium.

Höhepunkt des Projekts ist ein Mathematik-Wettbewerb, an dem die Schüler, die aus ganz Europa angereist sind, teilnehmen, erklärt Alexander Weh, Mathelehrer am Viscardi. Doch bei dem großen zweistündigen Kräftemessen geht es nicht darum, welche Nation die beste ist. Die Gruppen, in denen die Schüler antreten, sind bunt gemischt – von jedem Land ist ein Schüler dabei. Einen Tag vor dem Wettbewerb wurde aber erst einmal fleißig trainiert. Aufgespaltet in ihre jeweiligen Gruppen, lösten die Schüler verschiedene Tests. Im Anschluss wurden die Ergebnisse präsentiert und ein Siegerteam gekürt.

Die Themen, die bei den Wettbewerbsfragen behandelt werden, sind nicht an den Unterrichtsstoff angelehnt. Sie sind bunt gemischt. „Zudem sind die Aufgaben so gestaltet, dass die Schüler miteinander diskutieren müssen“, sagt Weh. Neben Mathematik werden bei dem Projekt also auch sprachliche Fähigkeiten trainiert. Denn die Schüler müssen sich – logisch – auf Englisch unterhalten.

Das Projekt „Maths Together“, was so viel heißt wie „Mathematik gemeinsam“, gibt es seit 2014. Der Vorstoß kam von einem Gymnasium im italienischen Cittadella – eine Partnerschule des Brucker Viscardi-Gymnasiums. Alexander Weh erklärt, besonders in Sachen mathematischer Projekte sei die Schule in der Provinz von Padua sehr engagiert. Und auch, wenn es darum geht, Kontakte zu anderen Schulen zu pflegen. Denn es gelang den Italienern innerhalb kürzester Zeit, weitere sechs europäische Gymnasien für das gemeinsame Rechnen zu begeistern.

„2014 haben wir die italienischen Schüler in Cittadella besucht“, berichtet Weh. „Im nächsten Jahr ging es dann nach Polen und Großbritannien.“ Welche sechs Schüler zwischen 14 und 18 Jahren zum jeweiligen Treffen mitfahren dürfen, entscheiden übrigens die Lehrkräfte. „Wir beurteilen das sowohl anhand der Mathe- und Englischkenntnisse, als auch an der Kontaktfreudigkeit der Schüler“, sagt Weh. Fairerweise dürfen aber jedes Mal andere Schüler teilnehmen.

Obwohl das Projekt einen mathematischen Hintergrund und Schwerpunkt hat, soll aber auch der persönliche Austausch zwischen den Schülern aus sechs Nationen nicht zu kurz kommen. Deshalb sind die Jugendlichen während ihres Besuchs bei den jeweiligen Gastgebern und ihren Familien untergebracht – so auch in Bruck. Die Unterbringung der Lehrer zahlt übrigens die EU-Kommission, genauso wie die Reisekosten aller Gruppen. Denn „Maths Together“ ist ein Projekt des EU-Förderprogramms Erasmus.

Bevor die Gäste am Freitag wieder heimfahren, treffen sie den Brucker Bürgermeister Erich Raff, machen eine Bergwanderung und einen Ausflug nach München. Das nächste „Maths Together“ ist im Herbst in Ungarn.

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