Germering

Mehr Geld für Integrationskurse

Germering – Die Volkshochschule (VHS) erhält ab dem kommenden Jahr mehr Geld von der Stadt für die Durchführung von Integrations- und Deutschkursen. Die übrigen Zuschüsse an die VHS werden bis 2020 wie gewohnt weiterfließen.

Die städtischen Zuschüsse an den Erwachsenenbildungsträger sind zuletzt im Jahr 2012 vom Hauptausschuss für vier Jahre festgesetzt worden. 2016, so der damalige Beschluss, sollte eine Neuregelung für weitere vier Jahre diskutiert werden. Die wurde jetzt mit relativ geringen Änderungen beschlossen.

Demnach erhält die VHS weiterhin pro Einwohner 1,10 Euro. Die Stadt übernimmt zudem wie jetzt auch schon die Raumüberlassungskosten in Höhe von rund 90 000 Euro für die Verwaltungsräume an der Gabriele-Münter-Straße und im Mehrgenerationenhaus Zenja an der Planegger Straße. Die Miete für die Kursräume in der Germeringer Harfe in Höhe von jährlich rund 40 000 Euro wird ebenfalls von der Stadt bezahlt. Die Personalkosten der VHS in Höhe von 64 000 Euro sind ebenfalls Teil des städtischen Zuschusses.

Die Integrationskurse wurden von der Stadt bis zum vergangenen Jahr mit 21 400 Euro ausgestattet. Dieser Betrag wurde heuer schon einmal erhöht: Seit April werden der VHS 15 statt wie bisher zwölf Wochenstunden für die pädagogische Arbeit zugestanden. Ab dem nächsten Jahr wird dies auf 19,5 Wochenstunden erhöht. Der städtische Zuschuss liegt dann bei 24 000 Euro. Dass die VHS auf diesem Gebiet sehr gute Arbeit leistet, ist einer vorgelegten Statistik zu entnehmen: Die Deutsch-Tests für Zuwanderer haben von 2014 bis 2016 94 Prozent der Teilnehmer bestanden – bundesweit liegt die Erfolgsquote bei 55 Prozent. Den Einbürgerungstest und die Prüfung „Leben in Deutschland“ haben bei der VHS sogar alle bestanden.

Die Zahl der Teilnehmer an den Kursen ist seit 2014 stetig gestiegen. Vor zwei Jahren saßen in 17 Kursen noch 302 Teilnehmer, vor einem Jahr waren es 416 in 40 Kursen und im ersten Halbjahr 2016 gab es schon 29 Kurse mit 285 Schülern.  kg

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