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Antrieb aus der Ladestation: In der Starzelbachgemeinde soll es bald mehr Strom-Tankstellen geben. 

E-Mobilität

Mehr Strom-Tankstellen in Eichenau

Eichenau setzt auf E-Mobilität und will diese fördern. Deshalb sollen vier neue Ladestationen errichtet werden. An zwei von ihnen sollen die E-Autos besonders schnell wieder Saft bekommen.

EichenauDerzeit müssen Besitzer von E-Autos zum Rathaus fahren, wenn sie ihr Fahrzeug mit Strom versorgen wollen. Auf dem Parkplatz gegenüber des Verwaltungsgebäudes befindet sich derzeit die einzige Strom-Tankstelle in der Starzelbachgemeinde. Doch das soll sich ändern. Der Gemeinderat hat mehrheitlich beschlossen, dass vier weitere Ladestationen errichtet werden sollen. Manche Räte waren aber auch skeptisch, insbesondere gegenüber den Schnellladestationen.

Finanzreferent Hans Hösch (CSU) etwa lehnte diese aus Kostengründen ab. Solche Stationen kosten zwischen 15 000 und 20 000 Euro – ohne Aufbau und Anschluss. „Der Kosten- und Nutzenfaktor ist unrentabel“, sagte er. Der gleichen Meinung war Elmar Ströhmer (FW). Die Ladestationen seien wirtschaftlich nicht darstellbar, sagte er

. Zudem hätten Menschen, die sich E-Autos leisten könnten, Ladestationen zu Hause. Als PR-Gag bezeichnete sein Fraktionskollege Bernd Heilmeier die Ladestationen. Auch er warnte vor einem finanziellen Minus.

Skepsis herrschte aber nicht nur wegen der Kosten, sondern auch wegen der derzeit geringen Zahl an E-Autos in Eichenau. Deren Zahl wird mit etwa 20 angegeben.

Einer, der ein E-Auto fährt, ist Gemeinderat Michael Wölfl (CSU). „Wenn man für die Zukunft gerüstet sein will, sollte man Ladestationen setzen“, plädierte er für das Vorhaben. Insbesondere Schnellladestationen seien wichtig, um Fahrzeuglenkern mit E-Autos die Mobilität zu erhalten. Solche können auf Grund der von ihnen geforderten Leistungskraft nur in der Nähe von Trafostationen aufgebaut werden.

Martin Eberl warb ebenfalls für die Schnelllade-Version. Denn diese würde neben der Mobilität auch die Attraktivität des Angebots erhöhen. „Wer zum Einkaufen fährt, kann keinen Ladevorgang von mehreren Stunden abwarten“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende. Außerdem regte Christine Ganzhorn (Grüne) an, eine Infrastruktur für die E-Autos zu schaffen. Die neue Technik benötige ein dichtes Versorgungsnetz, um in der Bevölkerung Akzeptanz zu finden. Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Peter Münster (FDP).

Das will die Gemeinde aber nicht dadurch unterstützen, indem sie die Kosten nach Abzug der Bundesfördergelder, die bis zu 40 Prozent betragen können, vollständig übernimmt. Man solle keinen Blankoscheck ausstellen und sich so eine gute Verhandlungsbasis verbauen, waren sich Heilmeier und Eberl einig. Auf jeden Fall soll die KommEnergie miteinbezogen werden. Mit der will die Gemeinde nun verhandeln, in welcher Höhe Kosten übernommen werden können.

Als Standorte kommen aus Sicht des Gremiums das Rathaus, die Friesenhalle, das Gewerbegebiet Süd, das Sportzentrum und die Südseite des Bahnhofes in Frage. Plänen, auch auf dessen Nordseite eine Ladestation einzurichten, erteilte die KommEnergie eine Absage. Denn dafür hätte man Leitungen unter der Bahnlinie hindurch verlegen müssen. Die Gemeinde möchte die Stationen noch heuer in Betrieb nehmen. In Gröbenzell und Puchheim wird demnächst ebenfalls über weitere Strom-Tankstellen entschieden. (hk)

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