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Diesellok verliert Öl: 300 Liter abgepumpt

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300 Liter Öl mussten aus der Diesellok abgepumpt werden. © Carmen Voxbrunner

Grafrath – Schweißtreibender Einsatz: Weil eine Diesellokomotive Öl verlor, musste die Feuerwehr 300 Liter der schmierigen Flüssigkeit abpumpen – mit jeder Hebelbewegung ein Liter.

Der Regionalzug fuhr Richtung München. Bei Kottgeisering blinkte im Führerstand ein rotes Warnlicht. Der Motor schaltete sich ab. Geistesgegenwärtig ließ der Lokführer den Zug ausrollen und schaffte es bis in den nächsten Bahnhof. So konnte eine Sperrung der Strecke vermieden werden, er konnte aussteigen und den Schaden begutachten – und die Passagiere konnten mit der nächsten S-Bahn weiterfahren.

Das ausgelaufene Öl hatte sich in einer Schutzwanne gesammelt. Die war inzwischen so voll, dass bei jeder Kurve, oder beim Bremsen etwas herausschwappte. An eine Weiterfahrt war nicht zu denken. Der Lokführer legte ein Ölbindefließ unter, rief den Notfallmanager der Bahn und die Feuerwehr. Gegen 20 Uhr ging der Alarm bei Kommandant Florian Volz und seinen Kameraden von der Grafrather Wehr.

Bald stand fest: Die Lok musste abgeschleppt werden. Der Bahn-Experte entschied, dass das nur möglich war, wenn vorher das Öl abgepumpt wurde. Die Gefahrgut-Spezialisten von der Feuerwehr Geiselbullach mussten her. „Wir haben eine Zeit abgewartet, in der nicht viele S-Bahnen fuhren“, erklärt Tim Pelzl.

Ein Gleis wurde gesperrt, alle Bahnen auf das verbliebene umgeleitet. Beim Pumpen gaben die Feuerwehrleute acht, dass kein Öl in den Boden sickerte. Die Flüssigkeit wurde in einen Plastiktank geleitet. Den Abtransport übernahm die Bahn. Bis alles abgewickelt und aufgeräumt war, standen die Zeiger der Uhr auf nach Mitternacht.

Sabine Kuhn

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