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Von den Mieterhöhungen sind die Bewohner der Häuser an der Adenauer Straße und an der Heußstraße betroffen. Die „Deutsche Wohnen“ hat die Anlagen übernommen.

Bewohner sind sauer

Mieten in der Planie steigen – noch vor der Sanierung

Gar nicht gut angekommen sind in der Hochhaussiedlung Planie die jüngsten Mieterhöhungen durch den neuen Miteigentümer „Deutsche Wohnen“. Rund 60 Bewohner in der Adenauer- und Heußstraße sollen künftig mehr für ihre vier Wände zahlen, im Schnitt steigt die Miete um 35 Euro. Bei einem Treffen mit dem Bürgermeister beschwerte sich eine Betroffene: Statt wie versprochen die Gebäude zu sanieren, werde erst einmal Kasse gemacht.

Puchheim– 

Am Firmensitz in Berlin versteht man die Aufregung nur bedingt. Der Puchheimer Mietspiegel hätte Erhöhungen bis zu 80 Euro erlaubt, außerdem sei nur der Teil von insgesamt rund 400 Parteien betroffen, bei dem die „reguläre“ Mieterhöhung im Vorjahr durch die damalige Immobiliengesellschaft ausgeblieben sei, heißt es bei der „Deutsche Wohnen“. Dass die Bewohner allerdings schon mehr zahlen sollen, aber noch nichts von den Verbesserungen an der Gebäudesubstanz sehen, sei „ein bissl unglücklich“, räumte ein Unternehmenssprecher ein.

Ähnlich sieht es die Stadt. Der Zeitpunkt sei vielleicht nicht ideal gewählt, heißt es aus dem Rathaus, eigentlich habe man eine Verknüpfung von Mieterhöhung und Renovierungsbeginn erwartet. Dass eine Aktiengesellschaft eine ordentliche Rendite erwirtschaften wolle, könne allerdings auch niemanden überraschen.

Gleichwohl setzt die Stadt darauf, dass die neuen Eigentümer ein nachhaltiges Investment im Sinne haben und nicht das Marktmögliche herausholen wollen. Bei Projekten andernorts habe das Unternehmen durchaus soziale Verantwortung bewiesen.

Die Gesellschaft konnte ihre insgesamt 400 Wohnungen erst erwerben, nachdem die Stadt von ihrem Vorkaufsrecht zurückgetreten war. Dafür verpflichtete sich das Unternehmen zu umfangreichen Sanierungen. Noch in diesem Jahr sollen alle Dächer instand gesetzt und die Heizzentralen ausgetauscht werden. Für nächstes Jahr sind unter anderem neue Hauseingänge und ansehnlichere Außenanlagen geplant. Auch Modernisierungskosten können auf die Mieter umgelegt werden. Man werde aber „behutsam vorgehen“ und „nicht das Maximale rausholen“, sagte der Sprecher von „Deutsche Wohnen“. (op)

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